Rohingyas: Volk ohne Land - DER SPIEGEL
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Rohingya Volk ohne Land

In Burma verfolgt, in den Nachbarstaaten misshandelt: Tausenden Rohingya droht in Bangladesch die Ausweisung - zurück in die Fänge der Militärjunta. Menschenrechtsorganisationen berichten von katastrophalen Zuständen in Flüchtlingslagern und von Misshandlungen durch die Polizei.
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Flüchtlingscamp in Kutupalong, Bangladesch: Hier leben die aus Burma geflüchteten Rohingya unter schwierigen Bedingungen. Krankheiten breiten sich schnell aus, da die Menschen auf beengtem Raum und ohne sanitäre Anlagen leben.

Foto: Juan Carlos Tomasi/ AFP
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Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen behandeln die Menschen in den Camps. Besonders viele weisen derzeit Verletzungen durch Schläge und Wunden durch Machetenhiebe auf, heißt es in einer Mitteilung der Organisation. Die Sicherheitskräfte weisen den Vorwurf, die Flüchtlinge zu misshandeln, von sich.

Foto: Juan Carlos Tomasi/ AFP
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Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen nimmt die Gewalt gegen die Rohingya in Bangladesch zu. Außerdem würden die Lebensbedingungen in den Camps absichtlich erschwert, um die Menschen zur Rückkehr nach Burma zu bewegen - doch dort droht ihnen erst recht Gefahr.

Foto: Juan Carlos Tomasi/ AFP
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Ein Kind schläft im Lager von Kutupalong, etwa 400 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Dhaka. Rohingya waren nach der Unabhängigkeit Burmas 1948 zunächst als Minderheit anerkannt, werden aber seit Machtübernahme des Militärs 1962 in ihrer Heimat verfolgt. Mit Gesetz von 1982 wurden sie schließlich staatenlos.

Foto: MUNIR UZ ZAMAN/ AFP
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Die Rohingya sind Muslime, die sich vor Jahrhunderten im Westen von Burma niederließen: arabische Händler und Einwanderer aus Bengalen. Sie entwickelten ihre eigene kulturelle Identität.

Foto: Juan Carlos Tomasi/ AFP
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Bangladesch wirft den Rohingya vor, aus ihren Reihen rekrutierten sich islamische Extremisten. Vertreter dieser Minderheit weisen das als Diffamierung zurück. Dhaka behaupte das lediglich als Begründung für eine Abschiebung.

Foto: MUNIR UZ ZAMAN/ AFP
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Rohingya-Kinder waschen sich in einem Flüchtlingslager in Cox's Bazaar, Bangladesch. Mehr als eine Viertelmillion Rohingya leben Schätzungen zufolge in dem Land, davon sind allerdings nur knapp 30.000 offiziell als Flüchtlinge anerkannt.

Foto: ANDREW BIRAJ/ REUTERS
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Mit dem Leben davongekommen: Diese Männer werden in einem Krankenhaus in der indonesischen Provinz Aceh behandelt. Fischer haben sie im vergangenen Jahr aus dem Meer gerettet. Sie hatten sich per Boot von Burma aus auf die Suche nach einer neuen Heimat gemacht.

Foto: Binsar Bakkara/ AP
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Auch in Thailand landen regelmäßig Boote mit Flüchtlingen aus Burma an. Mehrmals wurde Thailand vorgeworfen, diese Menschen ins offene Meer abgedrängt und damit ins Verderben geschickt zu haben.

Foto: CNN / REUTERS
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Rohingya im Südwesten von Thailand: Die südostasiatischen Staaten wollen die Flüchtlinge nicht ohne Weiteres aufnehmen, sondern verlangen eine "regionale Lösung". Thailand verwehrt ihnen beispielsweise politisches Asyl, da es sich ja um "Wirtschaftsflüchtlinge" handele.

Foto: CNN / REUTERS
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