Berliner Original The Big Eden
Lebenskünstler: Rolf Eden hebt die israelische Schauspielerin Daliah Lavi bei deren Ankunft in einem Berliner Hotel in die Luft. Sie war 1969 zur 19. Berlinale nach West-Berlin gekommen.
Freiheitskämpfer: Rolf Eden (vorne Mitte mit Gewehr) mit Kameraden der israelischen Einsatztruppen Palmach. Edens Einheit, die unter dem Befehl von Jizchak Rabin stand, wurde kurz nach der Entstehung des Bildes im Krieg von 1948 beinahe vollständig ausgelöscht.
Taktgeber: In seinem ersten Klub, dem "Eden Saloon" am Kurfürstendamm, setzte sich Rolf Eden öfter ans Schlagzeug. Diese Aufnahme aus den Fünfzigerjahren hängt heute in Edens Wohnzimmer.
Familienmensch: Bis heute war Rolf Eden nur einmal verheiratet. Seine Frau Dori, die er beim Militär kennenlernte, und seine Tochter Irit ließ er 1954 in Israel zurück, um eine Musikerkarriere in Europa zu beginnen. Er hat heute sieben Kinder von sieben verschiedenen Frauen.
Preisrichter: Die Miss-Wahlen, die Rolf Eden in seinen Klubs veranstaltete, trugen zur Popularität seiner Lokale bei. Wie hier bei der Wahl zur "Miss Film Festival 1969" lockten die Veranstaltungen auch zahlreiche Prominente in seine Klubs.
Medienstar: Wie hier mit dem Schweizer Pin-up-Model Loulou von Brochwitz bei der Gala des "BZ"-Kulturpreises inszeniert sich Rolf Eden gerne in der Rolle des Playboys in den Medien.
Frauenheld: Mit über tausend Frauen will Eden bis heute geschlafen haben. Den vornehmlich jungen Frauen stellt er 310.000 Euro in Aussicht, wenn er beim Geschlechtsverkehr mit einer von ihnen stirbt.
Klubbesitzer: In "The Big Eden" zeigte Dokumentarfilmer Peter Dörfler 2011 Szenen aus der Vergangenheit des Geschäftsmanns Rolf Eden (rechts im Bild). Hier bei einem seiner Abende mit Stammgast Harald Juhnke
Entertainer: In seinen Klubs ließ Rolf Eden immer wieder besondere Events veranstalten. Durch die öffentlichkeitswirksame Inszenierung strömte das West-Berliner Publikum in seine Lokale.
Playboy: Es macht Rolf Eden stolz, dass man ihn Playboy nennt. Seit Jahrzehnten lebt der Unternehmer offen promisk, geht Beziehungen mit vielen Frauen ein - und betrieb unter anderem den "Eden Playboy Club".
Liebhaber: Mit seiner festen Freundin Brigit ist Eden seit fünf Jahren in einer offenen Beziehung. Den Namen hat er der Frau, die eigentlich Alina heißt, gegeben, weil sie ihn an die junge Brigitte Bardot erinnert.
Schauspieler: Wie hier in "St. Pauli Nachrichten Thema Nr. 1" ist Eden vor allem in den Sechzigern und Siebzigern in zahlreichen Spielfilmen zu sehen. Darunter Klassiker wie "Das Testament des Dr. Mabuse" und Sexfilmchen wie "Josefine, das liebestolle Kätzchen"
Stilikone: Braungebrannt, das eigentlich dunkle Haar blondiert - so wie hier 1990 präsentiert sich Eden gerne in der Öffentlichkeit. Sein wichtigstes Accessoire ist jedoch der cremefarbene Anzug.
Geschäftsmann: Seine Klubs und Discotheken im Westen Berlins verkaufte Eden nach und nach. Von seiner Discothek "Big Eden" (hier im Bild) trennte er sich zuletzt. Mit dem Gewinn erwarb Eden zahlreiche Mietshäuser und Immobilien in Berlin.
Fachmann: Auch in Fernseh-Talkshows ist Rolf Eden häufig zu Gast. Wie hier in der Sendung "Menschen bei Maischberger" mit dem Thema "Trieb statt Hirn: Warum hat Sexualität solche Macht". Mit seinen Aussagen zu Frauen und Sexualität polarisiert der heute 85-Jährige dabei oft.
Sportsfreund: Gemeinsam mit Nacktmodel Micaela Schäfer präsentierte Rolf Eden 2014 zur Fußball-Weltmeisterschaft die Veranstaltung Sexy Soccer in Berlin.
Choreograf: In seinen Klubs gab es nicht nur Striptease, sondern auch die Go-Go-Girls. Die Frauen heizten den Gästen mit Tanzeinlagen ein. Unter ihnen war auch die spätere Schauspielerin Ingrid Steeger (Dritte von links), die auch den Titel "Miss Filmfestival" gewann.