Rollenspiel-Klassiker "MUD" - DER SPIEGEL
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Rollenspielklassiker "MUD" So sahen 1978 Online-Rollenspiele aus

Dutzende Spieler teilen sich eine Online-Welt - das war 1978 revolutionär. Das rein textbasierte Online-Rollenspiel "MUD" wurde zum Vorbild für ein ganzes Spielgenre. Eine Hommage an den Rollenspielklassiker.
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Erstausgabe von "Dungeons & Dragons": 1974 erschien das erste Tischrollenspiel. Es hat die Entwickler früher Computerspiele entscheidend beeinflusst, viele Ideen und Spielmechanismen aus "D&D" finden sich in Computerspielen wieder, zum Beispiel Charakterklassen, Fertigkeiten und Erfahrungspunkte.

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Rollenspiel-Charakterbogen: "Pathfinder" ist eine Weiterentwicklung von "Dungeons & Dragons". Auf einem solchen Blatt wird seit der ersten "D&D"-Ausgabe von 1974 eine Spielfigur in verschiedenen Zahlenwerten beschrieben. Wie geschickt, wie intelligent, wie stark ist ein Charakter, welche Fertigkeiten hat er trainiert? Diese Idee, dass die Spielfigur kontinuierlich weiterentwickelt werden kann, übernahmen frühe Computerrollenspiele.

Foto: Tim Hillenbrand
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"Aardwolf MUD" : Eines der aktuellen und populären MUDs. Die textbasierten Online-Rollenspiele haben auch 2014 noch ihre Fans, an der Präsentation hat sich seit 1974 wenig geändert. Der Spieler interagiert in einem geschriebenen Dialog mit der Software und Mitspielern in der Welt.

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Programmierer Roy Trubshaw Ende 1979: Als Student an der University of Essex entwickelte er mit Richard Bartle "MUD" und legte den Grundstein für ein Spielgenre.

Foto: Richard Bartle
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Computerspielgeschichte: Ausdruck einer MUD-Spielpartie. Da die gesamte Interaktion mit der Welt in Textform vorlag, ist dieses Dokument ein Vorläufer der heutigen Let's-Play-Videos, in denen Spieler ihre Erfolge dokumentieren.

Foto: Richard Bartle
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Spielentwickler: Richard Bartle (links) und Roy Trubshaw, die Erfinder und Entwickler des textbasierten Online-Rollenspiels "MUD", 2008 bei der 30-Jahr-Feier des Spiels in London.

Foto: Richard Bartle
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"D&D"-Rechnung: Anfang Mai 1976 kaufte Richard Bartle sich - damals war er 16 Jahre alt - mit zwei Schulfreunden eine der ersten Ausgaben von "Dungeons & Dragons", die in Europa verkauft wurden. Sie hatten von dem neuen Spiel in den Fanzines der Postspiele gelesen, die sie abonnierten.

Foto: Richard Bartle
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Richard Bartles "D&D"-Regelbücher von 1976: Der Spieldesigner erinnert sich noch an eine Episode aus der ersten "D&D"-Partie seiner Gruppe. Er erzählt: "Einer unserer Kämpfer war unsichtbar, rammte eine Tür auf. Unser Magier stand hinter ihm und gestikulierte, in der Hoffnung, dass die Gegner im Inneren des Raumes ihn für mächtig halten. Es waren zwei Skelette im Raum, sie flohen."

Foto: Richard Bartle
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"Armageddon MUD" : Dieses textbasierte Online-Rollenspiel läuft seit 1991, es spiel in einer Fantasy-Wüstenwelt, die an die "D&D"-Welt "Dark Sun" erinnert.

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Charaktererschaffung in "Armageddon MUD": Wie in "Dungeons & Dragons" und den meisten Tischrollenspielen definiert man die Spielfigur über Klassen und Unterklassen. Darnok zum Beispiel ist auf dem besten Weg dazu, ein Taschendieb zu werden.

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"World of Warcraft": In modernen Online-Rollenspielen sind Fertigkeiten ein Standardelement. Der Spieler wählt aus, was seine Figur besonders gut können soll, durch welche Talente er oder sie sich auszeichnet. In D&D tauchen Fertigkeiten erst 1979 auf, eher als Randaspekt im "Dungeon Master‘s Guide". Etabliert haben diese Spielmechanik die "D&D"-Konkurrenzsysteme "Traveller" und "Runequest", die beide 1978 erschienen sind.

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Buch "Drachenväter": Dieser Text ist ein Auszug aus dem Buch "Drachenväter", einer Geschichte des Tischrollenspiels - hier bestellen .

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?