Rollschuh-Revival - DER SPIEGEL
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Rollschuh-Revival Roll, Mädel roll!

Rollergirl Nicci Juice machte es vor, Millionen tun es ihr gleich: Der Rollschuh feiert sein Comeback - schon wieder. Sein Erfinder rauschte einst mit Vollkaracho in einen Spiegel, abgeschreckt hat's niemanden. Weder heiratswillige Prinzessinnen noch todesmutige Kellnerinnen oder baggernde Vokuhilas.
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Schnelle Schnitten: Nachdem der Rollschuh rund zwei Jahrzehnte abgeschrieben war, feierte er um die Jahrtausendwende sein Revival in den USA. Besonders in New York sind die Skates mit dem dicken Plastikstopper wieder angesagter denn je. Das Foto zeigt amerikanische Rollschuhläuferinnen beim Warm-Up in einem Rink in den Bronx.

Foto: ? Reuters Photographer / Reuters
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Profi-Rollergirl: Anmutige Kreise zieht diese passionierte Rollschuhläuferin im Berliner Olympiastadion. Seit 1936 verfügte das Stadion über eine eigene Rollsport-Lehrstätte.

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Bewegte Berliner: Drehten die Rollschuhfans ihre Runden zunächst nur in eigens errichteten Bahnen, eroberte der Rollschuh Ende des 19. Jahrhunderts so langsam die Straßen - sofern sie asphaltiert waren. Das Foto zeigt die rollende Berliner Schickeria von 1898.

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Spart Benzin!: 1942 wurde das Benzin knapp - höchste Zeit, auf die Rollen umzusteigen. Vier Rollschuh-Tänzerinnen vom Broadway fordern die Passanten auf der Fifth Avenue in New York auf, ihren Wagen stehen zu lassen und auf Rollschuhe umzusteigen.

Foto: AP
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Streikbrecher: Als die New Yorker Verkehrsbetriebe im April 1980 streikten, schnallten die Einwohner kurzerhand die Rollschuhe an, um ins Büro zu gelangen.

Foto: AP
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Upper-Class-Spaß: Vor der Jahrhundertwende galt Rollschuhlaufen als Sport der Schönen und Reichen. Auf den oft prunkvoll gestalteten Bahnen tauschten die Betuchten den neuesten Klatsch aus, flirteten, präsentierten ihre neueste Robe oder - wie hier - den süßen Nachwuchs. Die Rollen schnallte man unter den eigenen Schuhen fest.

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Aller Anfang ist schwer: Deutsche Kinder beim Rollschuhlaufen-Lernen 1907. Seit der Jahrhundertwende konnten sich erstmals auch weniger betuchte Menschen den Sport leisten.

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Reinschlüpfer: Rollschuhe, das waren 1964 rustikale Metallgestelle, die sich die Läufer unter ihre Schuhe schnallten. Auch der Stopper fehlte noch.

Foto: Getty Images
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Hipp und zweiachsig: Wer derzeit was auf sich hält, pest nicht auf Inlinern, sondern auf den guten, alten Roller-Skates durch den Central Park. Eine Szene, die an die 70er in den USA erinnert - aber 2007 geschossen wurde.

Foto: AP
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Wilde Kerle: Alle mal herschauen! Mit rasanten Darbietungen versuchen diese vier Jungs aus Oxford im Jahr 1933, ihre Angebeteten zu beeindrucken.

Foto: Getty Images
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Musical auf Rollen: 1988, auf dem Höhepunkt der Rollschuh-Euphorie in Deutschland, siedelte sich das Musical "Starlight Express" von Andrew Lloyd Webber in einer eigens dafür erbauten Halle in Bochum an. An die zwölf Millionen Menschen haben sich die Rollschuh-Show bislang angesehen.

Foto: dpa
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Auf dem Sprung: Inline-Skater versuchen sich, wie hier auf dem Jungfernstieg in Hamburg, immer wieder an akrobatischen Kunststückchen - oft mit fatalen Folgen für die Gesundheit: 60 Prozent aller Skater hat es schon einmal böse hingelegt.

Foto: dpa
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Mr JamBoogie: Dance Move auf Roller Skates

Foto: Ralf Nussbaum
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?