"Rosat" Abstürzender Satellit
Computergrafik des Forschungssatelliten "Rosat": Er ist wieder in die Erdatmosphäre eingetreten.
Röntgensatellit auf Crash-Kurs: Das rund 2,5 Tonnen schwere Flugobjekt sei zwischen 3.45 und 4.15 Uhr in die Atmosphäre gelangt, teilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am frühen Sonntagmorgen in Köln mit. Bislang gebe es keine Informationen über einen Einschlag von Teilen des Satelliten auf der Erdoberfläche.
Umlaufbahn des Satelliten: Die Grafik zeigt, wie sich die Bahn von Orbit zu Orbit veschiebt. Eine Umrundung dauert etwa 90 Minuten.
Start mit Delta II-Rakete: Eigentlich sollte der "Rosat" mit einem US-Space-Shuttle in die Erdumlaufbahn gebracht werden. Nach der "Challenger"-Tragödie 1986 startete er mit einer Rakete 1990 vom Nasa-Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida.
Himmel im Röntgenlicht: "Rosat" zeigt hier den gesamten Himmel, wie er ihn bei einer Durchmusterung in den Jahren 1990 und 1991 gemessen hat. Auf Höhe des Äquators befindet sich in dieser Projektion unsere Milchstraße. Die verschiedenen Farben geben die unterschiedlich starke Energie der Röntgenstrahlung wieder.
"Rosat"-Detektor: Um Strahlung zu registrieren, hat "Rosat" zwei sogenannte PSPC-Detektoren (Position Sensitive Proportional Counter) an Bord.
Spezielles Spiegelsystem: Das Röntgenteleskop besteht aus vier ineinandergesetzten Ringspiegeln, die das Röntgenlicht fokussieren.
Das Werk deutscher Forscher: "Rosat" geht auf eine Initiative des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik (MPE) in Garching aus dem Jahr 1975 zurück. An der Entwicklung waren deutsche, US-amerikanische und britische Forscher beteiligt.
"UARS" im Orbit: Dieser Satellit ist ebenfalls abgestürzt - im September über dem Südpazifik. Nach Berechnungen der US-Luftwaffe ein fast idealer Absturzort: So kamen die Trümmer des knapp fünfeinhalb Tonnen schweren Flugobjekts weit weg von jeder großen Landmasse herunter.