Rosskastanie: Ein Traditionsbaum verschwindet - DER SPIEGEL
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Rosskastanie Ein Traditionsbaum verschwindet

Braune Blätter, tückischer Pilzbefall - der Traditionsbaum Kastanie droht, in Deutschland auszusterben. Die ersten Großstädte kapitulieren bereits und pflanzen kaum noch nach.
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Reife Kastanien (Archivbild): Die Bäume sind majestätisch, ihre braunen Früchte wunderschön. Kein Wunder, dass Kastanienbäume so beliebt sind.

Foto: Patrick Pleul/ DPA
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Gleich zwei Feinde setzen den Bäumen zu: die sogenannte Miniermotte und ein tückisches Bakterium namens Pseudomonas.

Foto: Sebastian Kahnert/ DPA
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Von Miniermotten befallene Bäume: Die Larven zerstören durch ihre Fresstätigkeit zwar das Innere der Blätter, was äußerlich an hellbraunen Flecken zu erkennen ist - doch selbst im Extremfall fallen dadurch die Blätter allenfalls vorzeitig ab.

Foto: imago
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Viel gefährlicher für die Bäume sind Pseudomonas-Bakterien.

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Wenn das Bakterium eine Kastanie befällt, stirbt die Rinde ab. Rasch siedeln sich auch Pilze an, berichtet Vanessa Assmann aus dem Baureferat der Stadt München. Letztlich sterbe der Baum ab - manchmal nur innerhalb von wenigen Wochen.

Foto: imago/ Cord
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Vertrocknete Kastanienblätter: Gegen das tückische Bakterium gibt es bislang kein Gegenmittel. Städte pflanzen mittlerweile weniger Rosskastanien an.

Foto: Wolfram Kastl/ DPA
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Kastanie: Gegen die Pseudomonas-Bakterien könne man leider nichts machen, sagt Herbert Lohner, Referatsleiter Naturschutz beim BUND.

Foto: Martin Gerten/ dpa
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Von Miniermotte befallene Kastanie in Berlin (Archivbild): Die anfällige Rosskastanie könnte es in Zukunft immer schwerer haben, sich als Straßenbaum zu behaupten. Damit die Bäume nicht ganz verschwinden, suchen Forscher nach Kastanienarten, die resistent gegen die Pseudomonas-Bakterien sind.

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