Rote Liste Das neue Massensterben
Iberischer Luchs: Er gehört zu der schnell wachsenden Zahl von Tierarten, die vom Aussterben bedroht sind. Die International Union for Conservation of Nature (IUCN) schätzt, dass nur noch 84 bis 143 erwachsene Exemplare der Raubkatze leben.
Spinne der Art Poecilotheria hanumavilasumica: Die indische Tarantel-Art, die nur auf der Insel Rameshwaram und dem nahegelegenen Festland vorkommt, wird in der Roten Liste der IUCN als "stark bedroht" geführt. Die Forscher schätzen, dass nur noch 500 ausgewachsene Exemplare übrig sind.
Barsch der Art Plectropomus areolatus: Er lebt an den indo-pazifischen Korallenriffen. Er wird in riesigen Mengen aus seinen Laichgebieten gefischt und lebendig nach Hongkong verschifft.
Krabbe der Art Afrithelphusa monodosa: Sie lebt im westafrikanischen Guinea und war der Wissenschaft bis vor kurzem unbekannt. Das Überleben der teils im Wasser, teils an Land lebenden Art hängt davon ab, ob ihr Lebensraum in der Region geschützt wird.
Graugesichtiges Rüsselhündchen: Die Art wurde erst kürzlich in Tansania entdeckt und gilt bereits als gefährdet. Es lebt nach bisherigen Erkenntnissen in nur zwei Gebieten, die regelmäßig von Feuersbrünsten heimgesucht werden, ausgelöst durch Dürren und die Menschen der angrenzenden Siedlungen.
Schwarzfußiltis: Das possierliche Tier galt in Nordamerika bereits als in freier Wildbahn ausgestorben, wurde aber erfolgreich wieder angesiedelt.
Afrikanischer Elefant: Von 1979 bis 2007 ist sein Bestand um rund 25 Prozent zurückgegangen.
Tasmanischer Teufel: Er gilt inzwischen als vom Aussterben bedroht. Wegen eines ansteckenden Gesichtstumors ist der Bestand der Spezies in den vergangenen zehn Jahren um 60 Prozent geschrumpft.
Kuba-Krokodil: Das kleine Süßwasserkrokodil, bekannt für seine große Sprungkraft und vergleichsweise hohe Intelligenz, gilt als "stark bedroht", vor allem aufgrund illegaler Jagd. Sein Fleisch gilt als Delikatesse, seine Haut wird zu Kleidung verarbeitet.
Wildpferd: Es galt einst als in freier Wildbahn ausgestorben, doch mittlerweile zeigen die Versuche der Wiedereinführung in der Mongolei Erfolge, so dass das Wildpferd jetzt wieder auf "stark bedroht" hochgestuft wurde - immerhin.