Rücktritt von Strauss-Kahn: "Ich bin unendlich traurig" - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Rücktritt von Strauss-Kahn "Ich bin unendlich traurig"

Ihm wird versuchte Vergewaltigung vorgeworfen - nun ist Dominique Strauss-Kahn vom Vorsitz des Internationalen Währungsfonds zurückgetreten. Dies verkündete der IWF am Donnerstag.
1 / 21

Der Druck in der Affäre um die angeblich versuchte Vergewaltigung eines Zimmermädchens war zu groß. Jetzt gibt Dominique Strauss-Kahn den Vorsitz des Internationalen Währungsfonds ab. In seiner Rücktrittserklärung schreibt der Franzose, der Schritt mache ihn "unendlich traurig".

Foto: Shannon Stapleton/ AP
2 / 21

Er gilt als einer der Besten: Staranwalt Benjamin Brafman vertritt Dominique Strauss-Kahn in den USA vor Gericht. Der 62-Jährige kennt sich aus mit schlüpfrigen Vorwürfen, VIP-Angeklagten und Medienhype, hat Mafiosi, Mogule, Footballstars und Disco-Könige vertreten.

Foto: Richard Drew/ AP
3 / 21

Strauss-Kahn wird vorgeworfen, ein Zimmermädchen in New York sexuell bedrängt und versucht zu haben, es zu vergewaltigen. "Die Indizien", sagte Brafman während der Anklageverlesung am Montag, "werden, so glauben wir, nicht mit einer erzwungenen Begegnung übereinstimmen." Anschließend kündigte er auf den Stufen des Criminal Courthouses in Lower Manhattan an: "Diese Schlacht hat gerade erst begonnen."

Foto: Elizabeth Williams/ AP
4 / 21

Dominique Strauss-Kahn: Der damalige IWF-Chef wurde auf die Gefängnisinsel Rikers Island verlegt.

Foto: Emmanuel Dunand/ AP
5 / 21

Eingang zu Rikers Island: Die Haftanstalt liegt im East River und bietet Platz für 17.000 Gefangene. Strauss-Kahn soll dort als Prominenter keinen Kontakt zu anderen Gefangenen haben.

Foto: JEWEL SAMAD/ AFP
6 / 21

Der Staat New York gegen Strauss-Kahn: Der IWF-Chef wurde am Montag in New York der Haftrichterin vorgeführt.

Foto: POOL/ REUTERS
7 / 21

Strauss-Kahn, hier neben seinem Anwalt Ben Brafman, bleibt bis auf weiteres in U-Haft. Die Haftrichterin ließ sich nicht auf eine Kaution (in Höhe von einer Million Dollar) ein - wegen Fluchtgefahr.

Foto: EMMANUEL DUNAND/ AFP
8 / 21

Dominique Strauss-Kahn auf dem Weg zum Gericht: Die Anhörung dauerte 26 Minuten.

Foto: Julio Cortez/ AP
9 / 21

Vor dem Gericht warteten etliche Journalisten und Schaulustige, um die Anhörung zu verfolgen.

Foto: ALLISON JOYCE/ REUTERS
10 / 21

Strauss-Kahn musste zwischen mutmaßlichen Dealern und anderen Kriminellen auf seine Anhörung warten.

Foto: Andrew Gombert/ dpa
11 / 21

Seine Karriere steht auf dem Spiel: Strauss-Kahn (hier Anfang April in Washington) soll versucht haben, in einem New Yorker Hotel eine Angestellte zu vergewaltigen.

Foto: BENOIT TESSIER/ Reuters
12 / 21

Eine DNA-Analyse soll nun Klarheit bringen: Dabei soll unter anderem ermittelt werden, ob Strauss-Kahn Kratzer oder DNA-Spuren des mutmaßlichen Opfers an sich trage, etwa unter den Fingernägeln.

Foto: ALLISON JOYCE/ REUTERS
13 / 21

In der Suite 2806 des New Yorker Luxushotels Sofitel - Kostenpunkt 3000 Dollar die Nacht - soll Strauss-Kahn versucht haben, eine 32-jährige Angestellte zu Anal- und Oralverkehr zu zwingen.

Foto: STEPHEN CHERNIN/ AFP
14 / 21

Die 32-Jährige offenbarte sich Kollegen. Strauss-Kahn wurde am Flughafen festgenommen und mittlerweile angeklagt.

Foto: Jason Szenes/ dpa
15 / 21

Der Skandal sorgte am Wochenende weltweit für Schlagzeilen, wie hier auf den Titelseiten der "New York Daily News" und der "New York Post".

Foto: LUCAS JACKSON/ REUTERS
16 / 21

Ein Ermittler der New Yorker Polizei bei einer improvisierten Pressekonferenz: Seinen Anwälten zufolge will er auf "nicht schuldig" plädieren.

Foto: Jason Szenes/ dpa
17 / 21

Polizisten im Sofitel Hotel, wo sich der Vorfall ereignete: Die Suite, die Strauss-Kahn gebucht hatte, kostete angeblich 3000 Dollar pro Nacht. Das 32-jährige Zimmermädchen sagte aus, der IWF-Chef habe sie zweimal attackiert. Sie wurde wegen leichter Verletzungen behandelt.

Foto: John Minchillo/ AP
18 / 21

Zelle statt Erste Klasse: Strauss-Kahn wurde nur zehn Minuten vor Abflug seiner Maschine am John-F.-Kennedy-Airport festgenommen. Er leistete keinen Widerstand.

Foto: Seth Wenig/ AP
19 / 21

Dominique Strauss-Kahn ist mit Anne Sinclair, einer franko-amerikanischen TV-Journalistin verheiratet. Vor einigen Jahren wurde eine Affäre Strauss-Kahns mit einer IWF-Mitarbeiterin bekannt; er entschuldigte sich bei seiner Frau und saß den Skandal aus.

Foto: Horacio Villalobos/ dpa
20 / 21

DSK, wie er in Frankreich oft abgekürzt wird, galt als aussichtsreichster möglicher Herausforderer der Sozialisten für die Präsidentenwahl 2012. Zwischen 1997 und 1999 war er schon einmal Finanzminister. In diesem Sommer, so wurde erwartet, wollte er seine Kandidatur gegen Nicolas Sarkozy ankündigen.

Foto: PHILIPPE WOJAZER/ REUTERS
21 / 21

Seit 2007 führt Dominique Strauss-Kahn den Internationalen Währungsfonds - Beobachtern zufolge erfüllt er die Aufgabe gut.

Foto: BENOIT TESSIER/ REUTERS
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?