Rüdiger kampfstark, Mandzukic effektiv - DER SPIEGEL
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Grafische Analyse Rüdiger kampfstark, Molinaro kopflos

Souverän und clever - so lässt sich der Auftritt des FC Bayern beim VfB Stuttgart bezeichnen. Die Münchner mussten gar nicht alles geben, die Schwaben waren wacker, aber es reichte nicht. Auch weil ein sonst starker Verteidiger patzte.
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Schon zehn Saisontreffer, für Thomas Müller lief es auch in Stuttgart nach Wunsch. Ein Ausbund an Tempo und Schnellkraft wird der Nationalspieler zwar in diesem Leben wahrscheinlich nicht mehr, beim VfB legte er jedoch nach Bastian Schweinsteiger mit 11,2 Kilometern die längste Laufstrecke zurück.

Foto: Bernd Weissbrod/ dpa
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Wobei der Torschütze zum 2:0 seine Position auf rechts zwar prinzipiell einhält, aber auch in Stuttgart immer wieder rochierte und auch in der Mitte gefährlich auftauchte.

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Einer, der häufig beim FC Bayern unterschätzt wird, steht immer noch seinen Mann. Daniel van Buyten war auch jetzt wieder zur Stelle, als er wegen der prekären personellen Situation in der zentralen Verteidigung einspringen musste.

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Seine Qualität ist das Einschalten in die Offensive bei Standards. Dann nähert er sich auch mal dem gegnerischen Tor. Was der Grafik nicht zu entnehmen ist, ist seine schöne Vorarbeit beim zweiten Treffer, als er den Flankengeber Mario Mandzukic mit einem starken Pass bediente. Ohnehin lag seine Passquote bei starken 91 Prozent.

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Mandzukic ist der Mann für die finale Aktion. Dafür ist er geholt worden, und nach einer kleinen Durststrecke erfüllt er diese Aufgabe auch wieder. Er ist nicht der Mann, der die langen Wege zu gehen pflegt. 9.7 Kilometer Laufstrecke sind für einen Mittelstürmer ein Durchschnittswert.

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Dementsprechend musste er beim VfB auch kaum hinten aushelfen. Der VfB war offensiv einfach zu schwach. Andererseits hatten auch die Bayern nicht viele Strafraumszenen. Daher lag der Schwerpunkt des Mandzukic'schen Wirkens auch eher zentral vor dem Strafraum der Stuttgarter.

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Der Konkurrent Mandzukics um den Platz im Sturm, Mario Gomez, hat derzeit wenig Chancen sich auszuzeichnen. Bei seiner Rückkehr in die Stuttgarter Heimat durfte er gerade einmal drei Minuten auf den Platz.

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So sieht seine grafische Laufleistung denn auch aus. Er schaffte es immerhin noch auf 500 Meter zurückgelegte Strecke. Der gleichzeitig mit ihm eingewechselte Xherdan Shaqiri brachte es auf 600 Meter. Das Schöne an Statistik: Bei Gomez steht Passquote 100 Prozent.

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Da hatte sein Kollege von der Gegenseite schon erheblich mehr Pensum abzuspulen. Vor Vedad Ibisevic hatte Bayern-Coach Jupp Heynckes besonders gewarnt. Die Warnungen waren jedoch unnötig gewesen. Der Bosnier lief zwar viel - nur William Kvist und Christian Gentner hatten beim VfB noch mehr Strecke gebracht - aber das meiste blieb wirkungslos.

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Null Torschüsse, null Vorlagen - das ist nicht unbedingt die Bilanz, die sich ein Goalgetter nach einem Heimspiel wünscht.

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Ein Jungspund gegen einen Weltklassespieler - ein ungleiches Duell. Aber der 19-jährige Antonio Rüdiger machte das Beste aus seiner undankbaren Aufgabe und verruteilte Franck Ribéry weitgehend zur Wirkungslosigkeit. Wenn dies auch an seiner Zweikampfbilanz nicht zwingend abzulesen ist: 31 Prozent konnte er für sich entscheiden.

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Rüdigers Revier ist die rechte Abwehrseite - die Seite, wo die Bayern mit Ribéry und David Alaba normalerweise glänzen. Der junge Verteidiger wusste dies zu verhindern. Beide Tore fielen dann auch über die andere Angriffsseite der Münchner.

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Der unglücklichste Mensch im Stuttgarter Stadion hieß am Sonntag Cristian Molinaro. Mit seinem fatalen Rückpass in der 50. Minute leitete der Italiener die Niederlage des VfB ein. Ansonsten lieferte der Außenverteidiger eine starke Partie ab.

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69 Prozent seiner Zweikämpfe gewann er, er lief fast zehn Kilometer - aber was nützt das alles, wenn man der Schuldige an einer Niederlage ist? Wenig.

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Martin Harnik war in der VfB-Offensive noch der, der am ehesten Akzente setzte. Sein Kopfball an den Pfosten in der ersten Hälfte stellte die größte und letztlich einzige Chance für die Stuttgarter dar. Sein Arbeitstag war zehn Minuten vor Anpfiff bendet, dann sah er die Gelb-Rote Karte.

Foto: Bernd Weissbrod/ dpa
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Über die volle Distanz hätte der Österreicher wahrscheinlich die längste Laufstrecke hinter sich gebracht. Harnik versuchte sich fast überall auf dem Platz. Gegen diese Bayern war aber jedes Mittel vergebens.

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