Rumäniens Eurowaisen - DER SPIEGEL
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EU-Osterweiterung "Eurowaisen" in Rumänien

Die EU-Osterweiterung hat Hunderttausende Kinder praktisch zu Waisen gemacht: Sie wachsen ohne ihre Eltern auf, weil diese im Westen arbeiten. Erkundungen in ostrumänischen Dörfern - und in Berlin.
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Nicoleta sieht ihre Mutter nur über das Smartphone, sie arbeitet in London.

Foto: Maria Feck/ SPIEGEL ONLINE
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Nicoletas Bruder Andrei vermisst seine Mutter, der Vater hat die Familie verlassen.

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Die Sozialassitenten Maria Liliac und Constantin Tabacaru betreuen "Allein-zuhause-Kinder".

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Auf den Straßen vieler rumänischer Dörfer sind nur Kinder und Alte anzutreffen.

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Rumänien gehört zu den ärmsten Ländern der EU. Pferdefuhrwerke sind noch in vielen Dörfern ein wichtiges Verkehrsmittel.

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Daniela Titaru, Direktorin des Sozialamtes im rumäischen Bacau muss mitansehen, wie sich die Dörfer in ihrem Kreis entvölkern und die Kinder zurückbleiben.

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Nicusor Andone Puscasu, Bürgermeister in Corbasca, sagt: "Migration ist unser größtes Problem."

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Schuldirektorin Adriana Duca sagt: "Emotional haben fast alle Kinder Defizite. Viele jüngere nehmen uns ständig in den Arm und suchen Körperkontakt."

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"Allein-zuhause-Kinder" heißen die Eurowaisen im Volksmund.

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Viele der zurückgelassenen Kinder leiden unter der Trennung von den Eltern.

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Petronelas Großmutter kocht das Essen für ihre Enkel auf dem Holzofen.

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Oma und Opa sind für Eurowaisen die wichtigsten Bezugspersonen.

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Anruf in Berlin: Petronela und Leonard telefonieren mit ihren Eltern.

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Alte und Kinder bleiben zurück in Rumänien, sie leben von spärlichen Renten und dem was die Eltern aus dem Ausland schicken.

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Maria Gologan musste ihre Kinder Petronela und Leonard in Rumänien zurücklassen. An guten Tagen verdient sie in Berlin etwa 30 Euro.

Foto: Keno Verseck
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Petrica Gologan, der Vater von Petronela und Leonard, verteilt Straßenzeitungen in Berlin: "Ich habe die Bettelei satt."

Foto: Keno Verseck
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