Russische Revolution - DER SPIEGEL
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Russische Revolution Agent der Macht

Was verbindet Entertainer Udo Jürgens mit dem Revolutionär Lenin? Udos Opa, Heinrich Bockelmann. Der Moskauer Bankier machte im Ersten Weltkrieg als Geheimdiplomat des deutschen Kaisers mit gekauften Zeitungen Stimmung gegen den Zaren - und schleuste sich sogar in Lenins Entourage ein. Von Klaus Wiegrefe
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Revolutionär Lenin: Ohne die finanzielle und materielle Hilfe des deutschen Kaisers wäre Lenin in Russland womöglich nie an die Macht gekommen - mindestens 75 Millionen Euro in heutiger Währung steckte Berlin allein bis Ende 1917 in die Bolschewiken.

Foto: AP
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Lenin in Stockholm: Das Bild zeigt Lenin (M., mit Schirm) mit anderen russischen Emigranten während seines Zwischenstopps in Stockholm auf der Reise von der Schweiz nach Russland.

Foto: V. Malmstrom
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Aktie der Junker-Bank: Heinrich Bockelmann war 1892 nach Moskau ausgewandert und hatte sich dort vom Volontär zum Mitinhaber der angehenene Junker-Bank emporgearbeitet.

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Heinrich Bockelmann 1920: Der Moskauer Bankier Heinrich Bockelmann versuchte sich im Ersten Weltkrieg als Geheimdiplomat des Kaisers gegenüber Russland. Bockelmann war bei Kriegsbeginn nach Sibirien deportiert worden, jedoch geflohen und hatte sich in Stockholm niedergelassen. Dort hatte er enge Kontakte zur Entouratge Lenins, als dieser 1917 über Schweden nach Russland zurückreiste.

Foto: FBM Communications AG
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Willi und Nikki: In dieser Aufnahme von 1907 plauschen Kaiser Wilhelm II. (r.) und der russische Zar Nikolaus II. noch friedlich an Bord der S.M.S. "Deutschland" vor Swinemünde - schließlich waren sie Vettern. Zehn Jahre später lagen ihre Länder im Krieg miteinander, und "Willi" versuchte mit Hilfe des Anwalts Wladimir Uljanow alias Lenin, seinen Cousin "Nikki" zu stürzen.

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Helm ab zum Gebet: Deutsche Soldaten bei einem katholischen Feldgottesdienst in Russland. Nachdem der deutsche Vorstoß im Westen in einem Stellungskrieg steckenbgeblieben war, fand sich das Deutsche Reich in genau dem Zweifrontenkrieg wieder, den die Militärs um jeden Preis hatten vermeiden wollen. Einen Sonderfrieden mit den Russen zu schließen, um die Kräfte für die Westfront frei zu bekommen, war daher eine verlockende Idee - für die die Oberste heeresleitung und Kaiser Wilhelm II. man auch mit Revolutioären wie Lenin zu paktieren bereit waren.

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Sturm auf den Winterpalast: Am 9. November 1917 stürmten bolschewistische Truppen den Winterpalast in Petrograd (St. Petersburg) und beendeten das Interregnum der Regierung Kerenski - Lenin war an der Macht. Dieses Foto wurde lange für eine Szene aus Sergej Eisensteins Film "Oktober" von 1927 gehalten - es ist aber ein authentisches Foto, das bereits 1922 publiziert wurde.

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