Russland gegen Ukraine Krise vor der Krim
Die Brücke, die Russland mit der annektierten Halbinsel Krim verbindet: Die Ukraine wirft Russland vor, am Sonntag drei ihrer Marineschiffe beschossen und aufgebracht zu haben. Mehrere ukrainische Marinesoldaten wurden verletzt. Der Kreml weist der Ukraine die Schuld an der Eskalation zu, da die Marineschiffe in "russische Gewässer" eingedrungen seien.
Von der russischen Marine aufgebracht: Drei ukrainische Schiffe liegen vor der Krim. Nach dem militärischen Zwischenfall am Sonntag hat sich der Konflikt zwischen Kiew und Moskau verschärft.
Ukrainische Marineboote in der Nähe der Straße von Kertsch: International sorgte der Zwischenfall für Besorgnis. Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte in einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko die Notwendigkeit von Deeskalation und Dialog.
Poroschenko (am Rednerpult) forderte das Parlament auf, das Kriegsrecht auszurufen. Am Sonntagabend stimmten die Abgeordneten zu: Das Kriegsrecht gilt ab Mittwochmorgen für 30 Tage.
Ein Frachter blockiert die Durchfahrt in der Straße von Kertsch: Die russische Küstenwache verweigerte ukrainischen Schiffen die Passage der Meerenge.
Russische Militärflugzeuge über der Meerenge von Kertsch: Moskau wirft der Ukraine vor, den Zwischenfall absichtlich herbeigeführt zu haben, um zu provozieren.
Die von Russland kontrollierte Straße von Kertsch ist der einzige Zugang für Schiffe zum Asowschen Meer nordöstlich der annektierten Krim.
Die "Nikopol" (Archivaufnahme) ist eines der von Russland aufgebrachten ukrainischen Schiffe.
Protest in Kiew: Vor der russischen Botschaft in der ukrainischen Hauptstadt kam es am Sonntagabend zu Protesten. In der Nähe wurde angeblich ein Auto mit russischem Diplomaten-Kennzeichen in Brand gesetzt.