Russlands Einöde Leben wie vor 200 Jahren
Nur 300 Einwohner leben Kolodozero im Nordwesten Russlands. Der russische Fotograf Alexey Myakishev kehrt immer wieder in den Ort zurück, um die Menschen dort zu porträtieren.
Viele Attraktionen gibt es in Kolodozero nicht. Die Kinder verbringen ihre Freizeit meist in der Natur.
Für Myakishev aber ist Kolodozero ein besonderer Ort. Hier kann er sich zurückziehen und die Alltagssorgen vergessen, die ihn oft in der Großstadt plagen.
Feuerwerk in der Eislandschaft: Im Winter kann es hier bis zu 40 Grad minus werden.
Viel Geld haben die Einwohner nicht, sie leben meist von ihren Bauernhöfen, vom Angeln und vom Jagen. Im Sommer kommen einige Touristen aus der Großstadt nach Kolodozero.
Nachdenklich: Priester Arkady. Bei ihm übernachtet Fotograf Alexey Myakishev immer, wenn er in das Dorf kommt.
Die Einwohner haben sich schon an den Fotografen mit seinen Kameras und dem Tablet gewöhnt. Für sie spielt das Internet in ihrem Leben keine Rolle.
Nur in der Schule gibt es Internet. Aber auch dort wird es nur selten genutzt.
Aufgeladen: Myakishev sagt, es gebe zwei schöne Sommermonate in Kolodozero. Sonst sei es eher kalt.
Kolodozero liegt an einem großen See. Die Menschen angeln dort in der Hoffnung auf viele Fänge.
Trübe Landschaft: Die Jahreszeiten spielen hier eine viel größere Rolle als in den großen Städten. Jede Saison rieche anders, sagt Fotograf Myakishev.
Pfarrer Arkady hat einen Weihnachtsbaum im Wald gefällt. Er setzt sich für Kolodozero ein, organisiert Theaterstücke und Konzerte und hat auch die Kirche im Ort restauriert.
Viele Jugendliche ziehen nach der Schule in eine große Stadt, um studieren zu gehen. Sie träumen von einem besseren Leben weit weg von der Einöde.
Windschief: Vor Armut haben die Leute im Dorf keine Angst, nur vor den Wölfen aus den umliegenden Wäldern.
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