Weltmeisterschaft der Berufe Wer mauert die schönste Mauer?
Junge Fliesenleger aus aller Welt messen sich bei der Weltmeisterschaft der Berufe, den "WorldSkills". Mehr als 1350 Teilnehmer aus rund 60 Ländern treten in 56 Disziplinen an. Die Wettkämpfe begannen am Donnerstag, am Dienstag werden die Sieger gekürt.
Die russische Stadt Kasan an der Wolga ist Gastgeberin bei der WM der Berufe. Russland, China, Südkorea und die Schweiz gelten als besonders stark. Deutschland lag zuletzt im guten Mittelfeld.
39 Deutsche nehmen an den "WorldSkills" teil. Bei der Eröffnung der 45. WM der Berufe betritt die Deutsche Berufe-Nationalmannschaft die Kazan Arena. Zehntausende Besucher sind gekommen, um sich das Spektakel anzuschauen.
Wer von Deutschland nach Kasan etwa 720 Kilometer östlich von Moskau reisen durfte, "kann sich bereits der Beste seines Gewerkes nennen", sagt Hubert Romer, Geschäftsführer vom deutschen Verband Worldskills Germany. Die jungen Fachkräfte mussten sich zuvor schon mehrfach bei verschiedenen Wettbewerben unter Beweis stellen. Hier legt die deutsche Floristin Ines Senft einen Strauß zusammen.
Junge Kosmetikerinnen und Kosmetiker zeigen, was sie gelernt haben. Die Teilnehmer bekommen 22 Stunden Zeit für ihre Aufgabe, verteilt auf vier Tage. Dann vergeben die Wertungsrichter ihre Punkte nach mehr als 200 Kriterien. 100 Punkte können maximal geholt werden.
Der deutsche Maurer Christoph Rapp aus Baden-Württemberg musste den Namenszug des Gastgeberlandes mauern: Russia. "Auf der Baustelle habe ich das nicht üben können", erzählt der Vorjahressieger der "Euroskills", dem Wettbewerb der Berufe auf Europaebene. Wie er haben viele Teilnehmer ihre Freizeit für die Vorbereitung geopfert. "So ein Wettbewerb ist mal was anderes als die Baustelle."
Eine Malerin arbeitet konzentriert bei dem Wettbewerb. Die nächste Weltmeisterschaft wird 2021 in der chinesischen Stadt Shanghai stattfinden, die nächsten "EuroSkills" 2020 im österreichischen Graz.
Auch der deutsche Kai Lukas Rigterink nimmt an der Weltmeisterschaft der Berufe teil. Den wettkämpfenden Frauen und Männern kann man meist nur vor einer Absperrung zuschauen. Viele tragen einen Ohrenschutz, um von den Besuchermassen auf dem Expo-Gelände nicht gestört zu werden.
Eine Drachen-Skulptur in der russischen Stadt Wolga. Knapp 25.000 Ziegelsteine, 25.000 Blumen und 450 Kochmützen mussten für die "WorldSkills" besorgt werden.