Rutu Modan: Das Erbe - DER SPIEGEL
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Comic "Das Erbe" Identitätssuche und Intimitäten

Verwirrt vom Intimleben und von Immobilienansprüchen: In ihrem Comic "Das Erbe" schildert Rutu Modan mit Humor, erzählerischem Geschick und Zeichnungen fast wie von Hergé die Polenreise einer jungen Jüdin der Post-Holocaust-Generation.
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Vordergründig erzählt Rutu Modans Comic "Das Erbe" die Geschichte eines Anspruchs auf Rückübertragung von Imobilienbesitz. Eine jüdische Familie war während der deutschen Besatzung Polens gezwungen, ihr Haus zu verkaufen - nun verlangt sie es zurück.

Foto: Rutu Modan/ Carlsen Verlag, Hamburg 2013
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Die junge Israelin Mika fliegt deshalb von Tel Aviv nach Warschau.

Foto: Rutu Modan/ Carlsen Verlag, Hamburg 2013
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In Warschau hat sich um das einstmalige Judenghetto mittlerweile eine florierende Gedenkindustrie entwickelt.

Foto: Rutu Modan/ Carlsen Verlag, Hamburg 2013
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Mika begleitet ihre Großmutter. Die will in Warschau ihre Angelegenheiten ordnen.

Foto: Rutu Modan/ Carlsen Verlag, Hamburg 2013
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Dabei lässt Mikas Großmutter ihre Enkelin über die eigentlichen Motive ihrer Reise im Unklaren.

Foto: Rutu Modan/ Carlsen Verlag, Hamburg 2013
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Sie trifft sich mit dem Warschauer Roman Gorski.

Foto: Rutu Modan/ Carlsen Verlag, Hamburg 2013
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Die beiden verbindet eine Liebesgeschichte im Warschau der dreißiger Jahre - aber das ist nicht alles.

Foto: Rutu Modan/ Carlsen Verlag, Hamburg 2013
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Erst langsam kommt Mika hinter die Umstände der familiären Verwicklungen.

Foto: Rutu Modan/ Carlsen Verlag, Hamburg 2013
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Der israelischen Zeichnerin Rutu Modan ist mit das "Das Erbe" ein Comic gelungen, der die Qualitäten eines intelligenten, unterhaltsamen Romans hat: plastische Individuen, eine Handlung, die reich ist an Überraschungen und einen leichtfüßigen, humorvollen Umgang mit dem Ernst der Geschichte.

Foto: Roni Cnaan
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