Sabbatical: Tausche Büro gegen Strand - DER SPIEGEL
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Menschen im Sabbatical Tausche Büro gegen Strand

Mit Waisenkindern basteln, um die Welt reisen oder ins Kloster ziehen - jeder zweite Deutsche träumt vom Sabbatical. Drei Aussteiger erzählen, wie es ist, das Büro gegen die weite Welt zu tauschen. Und was passiert, wenn man wieder nach Hause kommt.
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Managerin auf Reise: In 20 Berufsjahren hat Sabine Single, 48, Überstunden und Urlaubstage für zwei Jahre angehäuft. Erst wollte sie nur sechs Monate weg. Doch dann gefiel ihr das Reiseleben so sehr, dass sie ihr Sabbatical Sabbatical auf 24 Monate ausdehnte. mehr... 

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Allein unterwegs: Ihren Freund ließ Single in Deutschland zurück, ab und an besuchte er sie. "Dass ich alleine gereist bin, war nicht immer einfach, aber es war schön, eigenständig entscheiden zu können, was man will. Dieses Gefühl war mir ein wenig abhanden gekommen", sagt sie.

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New York, New York: Auch Ulrike Walter, 49, machte sich allein auf den Weg. Als Selbständige musste sie niemanden um Erlaubnis für ihre sechsmonatige Auszeit fragen, doch die Reaktionen von Freunden und Bekannten ließen sie kurzzeitig am Plan des Sabbaticals zweifeln.

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Neue Kollegen: In New York arbeitete Walter ehrenamtlich bei einem Kunstprojekt für Jugendliche. Dort machte sie das, was sie auch in Deutschland macht: Sie brachte Ordnung ins Büro.

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Besser als Fernsehen: Markus Böhlke, 35, ist Chef-Autor der Fernsehserie "Unter uns" und arbeitete zwei Monate lang ehrenamtlich in Indien. Er ließ sich von einer Freundin zu seiner Auszeit inspirieren. "Mein Arbeitgeber ist meiner Bitte um eine Kreativpause sofort nachgekommen", sagt er.

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Schulausflug: Böhlke unterrichtete in Neu-Delhi Englisch, Mathe und Kunst. "An einem Tag bin ich mit einer Gruppe in die Innenstadt von Neu-Delhi gefahren – keines der Kinder hatte je die Gegend außerhalb der Slums gesehen. Sie waren so begeistert", berichtet er.

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Wieder geerdet: "Auch wenn das Sabbatical kein Urlaub im klassischen Sinne war, hatte es für mich einen Erholungswert", sagt Böhlke. "Es war war für mich eine Art Hilfe zur Selbsthilfe." Gerade im Medienbereich sei es schön, von Zeit zu Zeit geerdet zu werden.

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Einfach mal weg: Raoul Meier arbeitet als Unternehmensberater bei A.T. Kearney und nutzte seine Beförderung, um den Chef um eine Auszeit zu bitten. Sechs Monate lang reiste er mit seiner Verlobten um die Welt.

Foto: TMN
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?