Uni-Mitarbeiterin macht Blätter zu Kunst Laub-Kunst
Joanna Hedrick harkt Laub zu Kunst. Im Herbst formt sie aus den herabfallenden Blättern Labyrinthe und geometrische Muster. Am liebsten mag sie Ginkgo-Blätter, weil diese sich schnell kräftig gelb färben.
Sie arbeitet an der Sacramento State University im US-Bundesstaat Kalifornien. Die Wiese vor der Uni wird zu ihrer Leinwand.
Mit ihrer Kunst will sie die Studenten aufheitern. Die haben besonders im Herbst viel Stress, weil sie sich auf die Abschlussprüfungen vorbereiten müssen.
Die Kunstwerke sind meist nur von kurzer Dauer und müssen ständig erneuert werden, wie hier auf dem Bild.
"In meiner Kunst geht es darum, etwas Schönes in etwas Einmaliges zu verwandeln, an dem man nicht einfach vorbeilaufen kann", sagt Hedrick.
Die Bilder aus Laub macht sie bereits seit vier Jahren. Sie werden immer komplexer.
Auf dem Campus gibt es viele Ginkgo-Bäume. Ideal für Hedricks Zwecke.
Auf die Idee brachte Hedrick die Montessori-Schule ihrer Tochter, an der es ein Labyrinth aus Steinen gibt, durch das die Kinder laufen. Das soll beruhigen und den Kindern helfen, sich selbst zu reflektieren.
Mit der Zeit sei aus den Labyrinthen Kunst geworden. Mittlerweile haben ihre Bilder viele Bewunderer, nicht nur auf dem Campus, sondern auch in sozialen Netzwerken.
"Mit den konzentrischen Kreisen will ich die Jahresringe der Bäume darstellen", sagt Hedricks.
Die Arbeit mit der Laubharke sei für sie wie eine Art Therapie und sehr beruhigend.
"Der Hype wird jedes Jahr größer, aber in diesem Jahr bekomme ich so viel Aufmerksamkeit wie noch nie", erzählt die zweifache Mutter.
Sie freue sich schon auf den kommenden Herbst.