Saddam Hussein: Der Schlächter von Bagdad - DER SPIEGEL
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Saddam Hussein Der Schlächter von Bagdad

Um alle Greueltaten von Saddam Hussein in einem Prozess aufzuarbeiten, würde die Zeit kaum reichen. Das Tribunal, könnte ohnehin schnell beendet sein. Schon nach dem ersten von insgesamt zwölf Verfahren droht dem Angeklagten der Galgen.
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Im April 2005 fanden Ermittler eine Massengrab in der al-Samawa Wüste 270 Kilometer südlich von Bagdad. Nach Erkenntnissen der Pathologen wurden die Männer, Frauen und Kinder zwischen 1987 und 1988 ermordet. Zu dieser Zeit wurden viele Deportationen aus den kurdischen Gebieten im Nordirak durchgeführt.

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Soldaten der kurdischen Peschmerga begleiten die sterblichen Überreste der Opfer der so genannten "Anfal"-Operation gegen die kurdische Zivilbevölkerung 1983, der mehr als 8000 Menschen zum Opfer gefallen waren. Trotz der Trauer sind die Angehörigen doch erleichtert, dass sie endlich Gewissheit über das Schicksal ihrer Frauen, Männer und Kinder haben.

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Im Dezember 2000 liefen Gerüchte um, Saddam sei durch einen Staatsstreich entmachtet worden. Der Potentat entkräftete sie schnell.

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Der Giftgasangriff auf Halabdscha 1988 zählt zu den Kriegsverbrechen Husseins, die weltweit am meisten Aufsehen erregten. Mehr als 5000 Männer, Frauen und Kinder fanden damals nach Höllenqualen den Tod.

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Die Bilder des Giftgasangriffs auf Halabdscha verfolgen die Überlebenden noch heute. Die Bergung der Leichen und des verendeten Viehs dauerte mehrere Monate. Einige schrieben ihre Erinnerungen jetzt nieder, um den Ermittlern Material an die Hand zu geben, das sie im Prozess gegen Saddam Hussein verwenden können.

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Selbst in der Sommerfrische wirkt Saddam Hussein gefährlich. Begleitet von einem Leibwächter durchquerte der Diktator dreimal den Tigris. Das Bad sollte als Ansporn für diejenigen dienen, die zur gleichen Zeit an einem nationalen Schwimmwettbewerb teilnahmen.

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Beim Einmarsch in Kuweit ließ Saddam die irakische Armee wüten. Die Zivilbevölkerung wurde massiv in Mitleidenschaft gezogen. Erst der Angriff auf das Öl-Emirat führte dazu, dass die USA Saddam Hussein die Unterstützung aufkündigten.

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Während eines Truppenbesuchs im besetzten Kuweit schüttelt Saddam die Hände seiner Soldaten. Gut sechs Monate lang trieb der Diktator sein Unwesen in dem Wüstenstaat.

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Gerne ließ sich Saddam in martialischer Pose ablichten. Seine Gegner nahmen die Drohgebärden ernst - sie hatten auch jeden Grund dazu.

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Auf der Flucht vor den alliierten Truppen hinterließ Saddams Armee buchstäblich verbrannte Erde. Im "ersten Öko-Krieg der arabischen Welt" hatten irakische Truppen im Januar 1991 genau 789 Ölquellen angezündet. Die letzten wurden erst elf Monate später gelöscht.

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Die Verhöre der Schergen Saddams waren berüchtigt. Wer die Tortur überlebte, blieb für sein Leben gezeichnet. Diesem Iraker gelang nach vier Tagen Folter die Flucht zu einen amerikanischen Checkpoint.

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