Sächsische Schweiz Zwischen Felsen und Verboten
Morgennebel zieht bei Rathen durch die Sandsteinfelsen: Um die Nutzung der Wege in der Sächsischen Schweiz gibt es seit jeher Diskussionen. Bereits 1895 wurde ein Wegeausschuss eingesetzt. 1990 erklärte die letzte DDR-Regierung das Gebiet zum Nationalpark.
Touristen stehen in der Sächsischen Schweiz bei Rathen auf der Bastei: Eine Aussichtsplattform macht die Felsformation zu einem beliebten Ausflugsziel. Von hier aus haben Wanderer einen herrlichen Rundblick auf ...
... den Königstein, Lilienstein (im Hintergrund) und die Felsmassive der Sächsischen Schweiz. Beliebtes Fotomotiv: die Sandsteinbrücke von 1851, gelegen zwischen dem Basteiplateau und der Felsenburg Neurathen.
Falkenstein: In den engen Schluchten und zwischen den abenteuerlich aufgetürmten Sandsteinfelsen der Sächsischen Schweiz schlängeln sich die Wege über Hunderte Kilometer. Längst nicht alle dürfen heute von Touristen benutzt werden.
Auf Stegen und Stiegen in der Sächsischen Schweiz: Naturschützer fürchten Schäden in Gebieten, aus denen der Mensch eigentlich ferngehalten werden soll. Im vergangenen Jahr sind 196 Verfahren gegen Besucher wegen Ordnungswidrigkeiten eingeleitet worden.
Affensteine: Während in den Randbereichen des Nationalparks alle im Gelände erkennbaren Wege beschritten werden können, gilt in dessen Kernzone ein strenges Wegegebot.
Wanderer Axel Mothes: Der 43-jährige Landschaftsgärtner betreibt in Halle einen touristischen Kleinverlag und beschreibt in den dort herausgegebenen "Stiegenbüchern" auch die offiziell unzugänglichen Wege.
Axel Mothes in seinem Haus vor einer alten Wanderkarte des Elbsandsteingebirges: In seinen Wanderführern erläutert er 150 Wege mit Namen wie Himmelsleiter, Wolfsfalle oder Quarksesteig. Die Nachfrage ist groß: Nach eigenen Angaben hat Mothes schon einige tausend "Stiegenbücher" verkauft.
Schaufelraddampfer auf der Elbe: Wanderer Axel Mothes will wieder auf die alten Pfade der Sächsischen Schweiz zurück. Auf seiner Internetseite schreibt er: "Uns wird schon etwas einfallen, wie wir die Wege begehbar erhalten!"