Samsung Gear S im Test Die beinahe autonome Smartwatch
Gear S: Die neue Smartwatch von Samsung hat ein mit zwei Zoll Diagonale ungewöhnlich großes Display. Das Design lässt sich variieren. Es gibt digitale Entsprechungen analoger Uhren und verschiedene Varianten von Multifunktionsdarstellungen, so wie diese.
Das ist anders: Auf der Innenseite der Uhr findet man neben dem mittlerweile üblichen Pulsmesser einen Steckplatz für eine Nano-Sim-Karte.
Schnell mal tauschen: Das Armband der Gear S lässt sich ohne Werkzeug flink auswechseln. Nützt aber derzeit nicht viel, weil es bisher keine Austauschbänder von Drittherstellern gibt.
Sparsam sein: Genau wie viele aktuelle Smartphones bietet auch die Gear S einen Energiesparmodus. Er verlängert die Akkulaufzeit, indem er einige Funktionen abschaltet und die Bildschirmdarstellung auf Schwarzweiß reduziert.
Helligkeit und Lautstärke lassen sich über ein Schnellzugriffsmenü einstellen. Die Funktion ¿Nicht stören¿ schaltet alle lärmenden Mitteilungen ab. Im Schlafmodus geschieht das automatisch.
Mit einem Wisch nach links gelangt man zu einer Übersicht, die anzeigt, in welchem Bereich wie viele neue Mitteilungen angekommen sind. Hier ist gerade alles abgearbeitet.
Natürlich dient die Gear S auch als Fitness-Tracker. Sie kann Schritte zählen, sportliche Aktivitäten erfassen, den Puls und die Schlafdauer messen. Und sie gibt Auskunft über die aktuelle Intensität der Sonneneinstrahlung.
Der Schrittzähler funktioniert ebenso wie auf den Samsung-Smartphones: Er errechnet die gelaufenen Strecke und schätzt den Kalorienverbrauch.
Weil das Display relativ groß ist, sind Texte besser lesbar als auf kleineren Smartwatches. Wer mag, kann eine kleinere Schrift einstellen, um noch mehr Text auf den Bildschirm zu bekommen.
Die Kalenderübersicht kann immerhin als grobe Orientierung dienen. Viel Platz für Erklärungen bietet sie nicht.
Auch E-Mails lassen sich recht gut auf der Samsung-Uhr lesen. Sie zu beantworten ¿
¿ ist auf der winzigen Bildschirmtastatur allerdings eine Herausforderung, auch wenn dies vergleichsweise gut funktioniert.
Apps machen mehr draus: Zwar lassen sich auf der Gear S keine Android-Apps nutzen, dafür gibt es aber schon eine brauchbare Anzahl kompatibler Tizen-Apps.
Alles was geht: Sogar eine Version des Opera-Webbrowsers gibt es für die Gear S.. Besonders nützlich ist der Browser allerdings nicht, zumal er sich Webseiten gegenüber offenbar als Desktop-Browser ausgibt.
Das geht natürlich auch: Im Grunde ist die Samsung-Uhr ein winziges Smartphone, mit dem man auch telefonieren kann.
Besonders komfortabel ist es freilich nicht, sich die Gear S beim Telefonieren vors Gesicht zu halten. Ein Bluetooth-Headset ist eine sinnvolle Ergänzung.
Geht auch anders: Statt via Mobilnetz kann die Uhr auch per W-Lan online gehen. Die Authentifizierung mit Namen und Passwort, die unser Redaktions-W-Lan verlangt, klappte leider nicht.
Kommt immer wieder vor: Einige Funktionen und Apps lassen sich nur nutzen, wenn die Uhr mit einem Smartphone verbunden ist.