Samurai Krieger mit Weißgesicht
Zwei Geishas und ein Samurai (Japan, etwa 1880): Wer trug die Schuld am Niedergang der kriegerischen Herrscher? Ein japanisches Forscherteam glaubt, weibliche Schönheit könnte etwas damit zu tun haben.
Kabuki-Schauspieler: Das traditionelle japanische Theater des Bürgertums der Edo-Zeit bestand aus Gesang, Pantomime und Tanz - und war Trendsetter für ein Schönheitsideal: Blässe. Die Schauspieler des Kabuki waren stark geschminkt.
Geisha beim Tanz: Im 18. und 19. Jahrhundert rührten sie aus China importiertes keifun (Kupferchlorid) oder empaku (weißes Blei) mit Wasser zu einer Paste und bestrichen damit Gesicht und Nacken. Die Frauen der Samurai eiferten dieser Tradition nach - mit verheerenden Folgen...
Mann mit Samurai-Rüstung: Die wirkliche Macht in Japan lag in der Edo-Periode nicht beim Kaiser, sondern bei den Shogunen, den Anführern der Samurai. Ein japanisches Forscherteam glaubt den Grund für ihren Niedergang gefunden zu haben: die giftige Schminke ihrer Frauen.
Kabuki-Schauspieler beim Schminken: Tamiji Nakashima von der University of Occupational and Environmental Health in Kitakyushu hat die Knochen von Samurai-Skeletten untersucht. Vor allem die Gebeine von Kindern und deren Müttern waren stark mit Blei verseucht.
Kämpfer mit Samurai-Schwert: Die Kinder der Kriegerklasse der japanischen Gesellschaft litten unter den Folgen der Bleiverseuchung: Sie waren kränklich, hatten Bauch- und Kopfschmerzen, keinen Appetit und teilweise sogar spastische Lähmungen.
Mann in Samurai-Verkleidung: Wahrscheinlich war ein hoher Prozentsatz der Samurai-Kinder von Kitakyushu geistig zurückgeblieben, vermuten die Forscher.
Kabuki-Theater: Die Edo-Periode dauerte von 1603 bis 1867.
Geisha: "Im oku, dem Harem des Edo-Palastes, lebten bis zu 3000 Frauen. Und alle trugen Make-up im Gesicht."