Sansibar: Perle mit Patina - DER SPIEGEL
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Sansibar im Aufbruch Perle mit Patina

Sansibar ist wunderschön, aber vernachlässigt - eine Perle mit Patina. Das prägt den Charakter der Insel, aber vielleicht nicht mehr lang: Die Modernisierung läuft. Wer Ursprünglichkeit sucht, sollte sich auf den Weg machen.
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Dau-Segler am Strand: Sansibar bietet noch jede Menge Ursprünglichkeit.

Foto: TMN/ Andrea Tapper
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Kleine Zeitreisen: Der Beachclub Upendo an der Ostküste erinnert an die einfachen Strandclubs Ibizas vor 30, 40 Jahren, als die Insel noch mehr Kult als Kommerz war.

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Aber ein Urlaub auf Sansibar kann auch Kulturreise sein: Blick auf die Dächer der Altstadt von Stone Town.

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Viele der historischen Stätten haben aber Probleme: Das Haus der Wunder ist eines der bedeutendsten Gebäude Sansibars - und akut einsturzgefährdet. Inzwischen wird überall saniert und renoviert.

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Faridi Hamid: Der Lokaljournalist beobachtet, wie auf Sansibar Tradition und modernes Leben aufeinandertreffen. Hamid ist Optimist und glaubt, dass beides nebeneinander bestehen kann.

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Tropischer Sonnenuntergang: Die Dämmerung lässt sich am besten auf den Dachterrassen von Stone Town genießen.

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Souvenirgeschäft: Die Popularität von Figuren aus dem Tim-und-Struppi-Kosmos wirkt irritierend.

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DJane im Africa House: Sansibar ist zu 99 Prozent muslimisch, aber auch multiethnisch. Das Miteinander funktioniert heute gut, die Stimmung der Insel gilt als harmonisch. Die Revolution und die teils traumatischen Gewaltexzesse, die darauf folgten, sind über 50 Jahre her.

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Flickschusterei: Viele alte Baustrukturen sind im Verfall - solche Szenen kennt man auch aus Kuba oder aus ärmeren ostasiatischen Staaten. Der Boom des Tourismus weckt Hoffnungen, dass genug Geld ins Land kommt, die traditionsreichen Kulturgüter vielleicht doch retten zu können.

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Typisch Sansibar: aufwendig ornamentierte Eingangstür an einem Gebäude. Vielerorts sind Restauratoren gefragt, um die Kulturgüter zu erhalten.

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Das neue touristische Sansibar: Waiz Shelukindo (rechts) ist einer der jungen Designer, die in Sansibar angesagte Afro-Mode entwerfen.

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Bausünden: Das Hyatt-Hotel am Rand der Altstadt fügt sich architektonisch nicht wirklich in das Ensemble von Stone Town ein - das beklagten auch bereits die Unesco-Prüfer und verlangten einen teilweisen Rückbau.

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Die schönsten Strände Sansibars liegen im Norden der Insel - meist kombinieren Touristen einen Aufenthalt in Sansibar-Stadt mit Badeurlaub.

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