Sängerin zwischen Kind und Karriere Sarah Connors Muttersprache
Eines von Sarah Connors erfolgreichsten Alben heißt "Muttersprache". Die 2015 erschienene Platte war ihr erstes Album auf Deutsch. Doch mit Muttersprache könnte die 39-Jährige auch noch etwas anderes im Sinn gehabt haben: den Spagat zwischen ihrem Muttersein und ihrer Präsenz als Popstar.
Bei der Bambi-Verleihung in Baden-Baden hat die Sängerin nun klare Worte dafür gefunden, wie sie sich vor allem sieht: "Man könnte meinen, ich bin ein Popstar, aber eigentlich bin ich nur Mama von vier Kindern, die zur Arbeit geht", sagte Connor.
Wie schwierig es sein kann, alle Dinge unter einen Hut zu bekommen, verriet Connor im Frühjahr auch in einem Interview mit dem SPIEGEL. "Ich habe neben meiner Rolle als Mutter auch meinen eigenen Kosmos. Ich bin glücklich, auch wenn ich nach anstrengenden Tagen mal einen Schauer heule, weil mir alles zu viel wird."
Am Abend der Bambi-Verleihung dürften diese Sorgen weit weg gewesen sein. Die Sängerin wurde mit einer der Trophäen in der Kategorie Musik National ausgezeichnet. Vielleicht ist der Preis auch aus einem anderen Grund für sie ein Stück Genugtuung: Ihr Song "Vincent" über einen Schwulen, der beim Gedanken an Frauen keine Erektion bekommt, hatte nämlich zuletzt für Furore gesorgt. Sie selbst trat Kritikern auf der Preisverleihung nun selbstbewusst entgegen - mit einer Flagge in Regenbogenfarben, die sie wie einen Schal trug.