Satellit "Aeolus" ist gestartet - DER SPIEGEL
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Fotostrecke Der "Gott der Winde" ist gestartet

"Aeolus" heißen der griechische Gott der Winde und die fünfte Erderforschungs-Mission der Europäischen Weltraumagentur Esa. Das Ziel: Mithilfe ganz neuer Windprofile die Wettervorhersage viel genauer machen.
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Der Erdbeobachtungssatellit "Aeolus" ist vom Weltraumbahnhof Kourou ins All gestartet. Eine Vega-Rakete brachte den rund 1,4 Tonnen schweren Satelliten der Europäischen Raumfahrtagentur Esa am Mittwochabend gegen 23.20 Uhr vom südamerikanischen Französisch-Guayana aus ins All.

Foto: Stephane Corvaja/ESA/DPA
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Satellit "Aeolus" (Zeichnung): Der Esa-Wissenschaftssatellit soll erstmals Windprofile von der ganzen Erde erstellen und so völlig neue Erkenntnisse für die Wettervorhersagen bringen.

Foto: ESA
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Startvorbereitungen in Kourou im südamerikanischen Französisch-Guayana: "Aeolus" heißt der griechische Gott der Winde - diesen Namen trägt nun auch die fünfte Erd-Erforschungs-Mission der Europäischen Weltraumagentur.

Foto: DPA
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Blick auf das Startgelände in Kourou: Wie beeinflussen Winde in den tropischen Bereichen des Pazifiks das Wetter in Europa? Können genauere Beobachtungen eines Höhenwindes, des Jetstreams, Sturmprognosen verbessern? Zu solchen Fragen sollen erstmals Windprofile aus dem All erstellt werden.

Foto: DPA / Stephane Corvaja / Esa
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Aussetzen des Satelliten (Zeichnung): Rund 15 Jahre hat die Vorbereitung der "technisch höchst komplizierten und anspruchsvollen wissenschaftlichen Mission" gedauert, heißt es bei der Esa. Der mehr als 300 Millionen Euro teure Satellit sei "extrem fragil". Die Technik sei hoch kompliziert und sehr empfindlich.

Foto: HANDOUT/ AFP
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Der Esa-Satellit "Aeolus" wird von Ingenieuren inspiziert. Das Instrument "Aladin" (Abkürzung für Atmospheric Laser Doppler Lidar Instrument) besteht im Wesentlichen aus einem Laser, einem Spiegelteleskop und einem Set aus Lichtempfängern und -detektoren. Es sendet Licht in die Atmosphäre, wo es von Luftmolekülen, Staubpartikeln und Wassertröpfchen zerstreut werde. Aus den zum Satelliten zurückkommenden Strahlen lassen sich laut Esa die Geschwindigkeit der Luft ablesen.

Foto: DPA
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Mit den so entstehenden Daten ließen sich dann besonders präzise Windgeschwindigkeitsprofile erstellen - mit einer Genauigkeit von bis zu einem Meter pro Sekunde.

Foto: DPA
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Umlaufbahnen von "Aeolus": Der Satellit soll die Menge der täglichen Wind-Messungen weltweit um acht Prozent steigern. Derzeit gibt es bereits fast eine Millionen Windmessungen innerhalb von 24 Stunden.

Foto: ESA/ATG medialab
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Winde in der Atmosphäre: Der "Gott der Winde" wird die Erde in einer Höhe von nur 320 Kilometern umkreisen. "Aeolus" soll erstmals die Windgeschwindigkeit rund um den Globus aus 30 Kilometern Höhe bis zum Boden oder über dicken Wolken messen.

Foto: ESA/ATG medialab
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Vega-Rakete mit Satellit vor dem Start: Weil Luftwiderstand und Reibung die Sonde in im Orbit bremsen und in den Sinkflug schicken, sind permanente Manöver und Korrekturen der Flugbahn notwendig.

Foto: ESA / Manuel Pedoussaut
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Kourou in Französisch-Guayana: Voraussichtlich innerhalb des ersten Jahres nach dem Start von "Aeolus" werden europäische Wetterdienste wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Daten in ihren Vorhersage-Modellen berücksichtigen können. Die Fachwelt erwarte, dass vor allem die Fünf-bis-Sieben-Tage-Vorhersage damit "signifikant besser" werde.

Foto: DPA
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?