Erdbeobachtung US-Behörde warnt vor Engpass im All
ERTS-Satellit in der Testkammer bei General Electric (1972): Seit über 30 Jahren werden innerhalb des "Earth Resources Technology"-Programms Satelliten ins All geschossen. Später wurden die Erdbeobachter in "Landsat" umbenannt - um den Forschungscharakter des Projekts zu unterstreichen.
Landsat, hier bereits Nummer sieben: Am 15. April 1999 startete der Erdbeobachter der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde Nasa ins All, ausgestattet mit dem multispektralen Sensor ETM+, dessen Auflösung wegen eines Mechanikproblems seit 2003 stark eingeschränkt ist.
Nasa-Satellit "Aquarius": Mittels seiner Daten erstellte die Nasa etwa im September 2011 eine Salzkarte, die die Verteilung des Minerals in Flüssen und Meeren visualisiert...
...und eindrucksvoll zeigt, wie deutlich sich auch die beiden größten Ozeane unterscheiden. Besonders überraschend an den neuen Daten sei die Auswirkung der großen Flüsse, teilte die Nasa mit: Vor der Mündung des Amazonas breitet sich das Flusswasser als gewaltiger Fladen aus - mehr als Tausend Kilometer weit ist der Salzgehalt des Atlantiks dort deutlich niedriger als üblich.
In 2006 wurde "Calipso" ins All entlassen. Er ist Teil des "A-Trains", so wird das Ensemble der Satelliten "Aqua", "Aura", "Clowdsat", "Parasol" und "Calipso" genannt, die in einer gemeinsamen Umlaufbahn um die Erde ziehen.
Rauchschwaden über Arizona: Am 6. September 2011 dokumentierte "Calipso" die Folgen schwerer Wildbrände.
Wie wird das Wetter in Amerika? "Goes" (Geostationary Operational Environmental Satellite) kennt die Antwort. Die Serie geostationärer Wettersatelliten der US-Behörde NOAA bilden die Basis in der Wettervorhersage. Außer der Wetterüberwachung rund um die Uhr werden die Erdbeobachter zur Hurrikan-Vorhersage und zur meteorologischen Forschung verwendet.
Unter dem Namen "Potsdamer Schwerekartoffel" bekannt geworden ist diese Darstellung des unregelmäßigem Schwerefelds der Erde: Das auf Messdaten der Satelliten "Lageos", "Grace" und "Goce" beruhende Modell erlaubt Rückschlüsse auf klimarelevante Prozesse. Entwickelt wurde es von Wissenschaftlern des Deutschen Geoforschungszentrums Potsdam gemeinsam mit Kollegen aus Toulouse.
Der Sonnenkraft auf der Spur: 1999 startete die Nasa das "Actice Radiometer Irradiance Monitor"-Programm (ACRIM). Der gleichnamige Satellit konnte erstmals beweisen, dass die Kraft der Sonne nicht konstant gleich ist.