Scan-Wahn: Zeigt her eure Kinderfinger - DER SPIEGEL
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Scan-Wahn Zeigt her eure Kinderfinger

Sicherheitswahn in Oberbayern: Eine Gemeinde installiert einen Fingerabdruck-Scanner an einer Grundschule, damit nachmittags keine Fremden ins Gebäude können. Der Bürgermeister findet das System "praktikabel", die Eltern sind da nicht so sicher.
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Finger drauf, rotes Licht, gespeichert ist der Fingerabdruck: Die beliebte Scanner-Technik hat nun eine Grundschule im bayerischen Gilching für sich entdeckt. Am Montag mussten die Kinder ihre Fingerchen auf ein solches Feld pressen, damit sie in auch künftig in ihre Schule hineinkommen. Gute Idee für mehr Sicherheit oder Datenschutzskandal? mehr...

Foto: ? Kimberly White / Reuters/ REUTERS
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Zeig her deinen Daumen: Eine Schülerin der Gilchinger Musikschule speichert an der Tür der Arnoldus-Grundschule ihren Fingerbadruck ab. Zwei Minuten dauert die Datenverarbeitung, dann...

Foto: Ulrich Kayl
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...summt der Summer und das Mädchen kann zum Musikunterricht. Die öffentliche Schule stellt den Musiklehrern und -schülern nachmittags ihre Räume zur Verfügung. Der Scanner soll verhindern, das Unbefugte das Haus betreten, sagt die Rektorin.

Foto: Ulrich Kayl
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Steffen Oberländer (links), Peter Kadlec (Mitte) überreichen einer Mutter einen Flyer, der über den Finger-Scanner informiert. "Seit den Anschlägen vom 11. September werden die Bürgerrechte kontinuierlich ausgehöhlt und niemand beschwert sich", warnt Kadlec, der eine Elternkampagne gegen den Scanner initiiert hat.

Foto: Ulrich Kayl
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Unscheinbarer Kasten: Auf dieses Feld sollen die musizierenden Gilchinger Kinder ihren Daumen drücken. Bislang reichte ein einfacher Zahlencode, doch der hat sich zu schnell herumgesprochen. Einlasskarten würden nur vergessen oder verloren - mit Fingern passiert so was nicht so schnell, so das Kalkül von Schule und Bürgermeister.

Foto: Ulrich Kayl
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Material gegen den Scanner: Kadlec und seine Mitstreiter haben sich schon beim Landesdatenschützer, bei Schule und Gemeinde beschwert - trotzdem wurden am Montag die ersten 49 Kinder am Schuleingang erkennungsdienstlich behandelt.

Foto: Peter Kadlec / Steffen Oberländer
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