Schiffbau Heavy-Metal-Branche
Europäisches Produkt: Die "Emma Maersk" hat eine Kapazität von 13.000 Containern und gilt als eines der größten Schiffe der Welt. Gebaut wurde es in der dänischen Odense-Werft.
Asiatische Konkurrenz: Die "Argolokos" der französischen Reederei CMA CGM wurde vom südkoreanischen Hersteller Hanjin gebaut - in einer Werft auf den Philippinen.
Auch in Bangladesch entstehen neue Werften, die im Tanker- und Frachtschiffgeschäft mitmischen wollen. Bislang ist das Land eher als Abwrackstation für alte Metallriesen bekannt. Im Bild: eine Abwrackwerft in Chittagong
Innerhalb nur weniger Jahre hat sich China - hier der Hafen von Shanghai - zur weltweiten Nummer zwei der Schiffbaunationen hochgearbeitet.
Nummer eins der Schiffbauer ist Südkorea - und der weltgrößte Hersteller ist Hyundai Heavy Industries mit seiner Werft in Ulsan, an der Ostküste des Landes. Hyundai baut mittelgroße und große Tanker, Massengutfrachter und Containerschiffe. Im Bild: die "Fidelio" von CMA CGM
Hyundai Heavy Industries baut auch Kriegsschiffe wie dieses U-Boot, das in Ulsan getauft wird. Der Wettbewerb in der militärischen Sparte ist hart, unterliegt jedoch Rüstungskontrollen, Exportbeschränkungen und ist eine politische Angelegenheit - Experten zufolge ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Verteidigungsministerium in Berlin Militärschiffe aus Asien bestellt, "so gut wie null". Deutsche Werften zählen selbst zu den größten Herstellern von Kriegsschiffen.
Um gegen die asiatische Konkurrenz zu bestehen, setzen europäische Hersteller auf Qualität, technische Innovationen, Spezialisierung und Sonderanfertigungen wie hier die "Gunung Dempo" der Meyer Werft in Papenburg, eine Bestellung aus Indonesien - halb Frachtschiff, halb Kreuzfahrtdampfer.