Schiffskatastrophe an Heiligabend Zickzack ins Verderben
Die Leopoldville: Der belgische Truppentransporter brach im Dezember 1944 im britischen Southampton auf, um US-Infanteristen ins französische Cherbourg zu bringen. Die meisten der jungen Soldaten wussten beim Auslaufen aus dem Hafen nicht, dass die Deutschen erst am Tag zuvor ein anderes Schiff in der Gegend versenkt hatten. Nur fünf Meilen vor dem Ziel wurde auch die "Leopoldville" von einem deutschen U-Boot angegriffen und sank. Etwa 500 der 2235 Soldaten konnten sich auf ein anderes Schiff retten, einige wurden noch im letzten Moment aus dem eiskalten Wasser gezogen. Für 763 der Männer kam jede Hilfe zu spät.
Versenkt: Das gesunkene Wrack der "Leopoldville" liegt bis heute auf dem Grund des Ärmelkanals. Nur etwa zehn Kilometer vor dem rettenden Hafen im französischen Cherbourg war der Konvoi des Truppentransporters von einem deutschen U-Boot angegriffen worden.
Kriegshafen: Der Blick auf den Hafen von Southampton um 1940, von hier startete 1944 der belgischen Truppentransporter S.S. "Léopoldville" seine verhängnisvolle Reise.
Verlassene Stellung im Schnee: Ein deutscher Soldat im Dezember 1944 im belgischen St. Vith in einer verlassenen US-amerikanischen Artilleriestellung während der Ardennenoffensive. Die Deutschen hatten zu dieser Zeit gerade eine überraschende Großoffensive gestartet.
Rückeroberung: Einheiten der 1. SS-Panzerdivision fahren am 18.12.1944 durch das von ihnen zurückeroberte Honsfeld in Belgien. Die Ardennenoffensive im Dezember 1944, die auch unter dem Codewort "Wacht am Rhein" lief, war die letzte deutsche Großoffensive des Zweiten Weltkriegs.
Ein letzter Vorstoß: Grenadiere der Waffen-SS stoßen im Dezember 1944 an einem brennenden amerikanischen Panzerfahrzeug vorbei. Bereits wenige Wochen nach Beginn der Ardennenoffensive hatten die Amerikaner die deutschen Truppen wieder an die alten Frontlinien zurückgedrängt und ihre eigenen Truppen verstärkt. Die Wehrmacht bot ihre letzten Reserven auf.
Truppentransporter: Wie schon im Ersten Weltkrieg führten die Deutschen auch im Zweiten Weltkrieg einen unerbittlichen U-Bootkrieg. Die meisten der Nachschublinien der Alliierten führten über das Meer, versenkte Schiffe bedeuteten dementsprechende Truppenverluste. So starben Weihnachten 1944, als das belgische Schiff "Leopoldville" auf dem Weg vom britischen Southampton ins französische Cherbourg von einem deutschen U-Boot versenkt wurde, 763 amerikanische Infanteristen.
Die Decks: Der Aufbau des belgischen Truppentransporters "Leopoldville". Das mächtige Schiff wurde nach der Hauptstadt der belgischen Kolonie Kongo benannt.
Im Kanal: Eine Sonaraufnahme des Wracks der "Leopoldville", die Weihnachten 1944 im Ärmelkanal versenkt worden war.