Schloss Neuschwanstein wird restauriert: Gerüst de luxe - DER SPIEGEL
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Schloss Neuschwanstein wird restauriert Gerüst de luxe

Textilien schimmeln, die Wandfarben verblassen: Millionen Besucher haben dem Schloss Neuschwanstein zugesetzt. Nun wird eine der beliebtesten Attraktionen Deutschlands restauriert - bei laufendem Betrieb.
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Touristenmagnet im Schwangau: Schloss Neuschwanstein wird jährlich von rund 1,5 Millionen Menschen besucht. Es zählt zu den beliebtesten Attraktionen Deutschlands.

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Eingerüstetes Torhaus: Nun wird Schloss Neuschwanstein saniert - bei laufendem Betrieb.

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Die Besucher kommen aus aller Welt angereist. Bis heute sollen es rund 60 Millionen gewesen sein.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/ dpa
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Märchenschloss am frühen Morgen: Täglich werden um die 8000 Besucher durch die Räume geschleust - und sie hinterlassen ihre Spuren.

Foto: Sean Gallup/ Getty Images
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Risse an den Wänden: Erstmals seit 130 Jahren wird das Schloss auch im Inneren vollumfänglich restauriert.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/ dpa
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Besonders schädlich für die historischen Innenräume ist die Luftfeuchtigkeit, die die Besucher hereinbringen, unter anderem durch ihre Atemluft.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/ dpa
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Ein feuchter Film legt sich auf die Innenausstattung und das Mauerwerk, lässt mit der Zeit Textilien schimmeln und Wandfarben verblassen.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/ dpa
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Sängersaal des Schlosses: Ein besonderes Baugerüst wird für die Restaurierung genutzt. Es ist freistehend und beschädigt somit keine Wände. "Gerüst de luxe" nennt es Schlossverwalter Johann Hensel.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/ dpa
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Verpackt ist das Schloss auch von außen. Das Baugerüst am historischen Torbau soll allerdings bereits Mitte 2019 wieder abgebaut werden.

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König Ludwig II. begann mit dem Bau seiner "Neuen Burg" 1869. Er verehrte die Kultur des Mittelalters und errichtete sein Schloss in mittelalterlichen Formen - aber mit für die damalige Zeit modernster Technik.

Foto: Peter Kneffel/ dpa
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Die Baumaßnahmen erstrecken sich über 93 Räume.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/ dpa
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Mehr als 2200 Objekte werden restauriert, darunter 184 Wand- und Deckenfassungen, 65 Gemälde, 355 Möbel, 228 Textilien und Lederobjekte, 322 kunsthandwerkliche Objekte, 315 Holzbauteile, 196 Natur- und Kunststeinobjekte sowie 664 Fenster und Außentüren.

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Leuchter, Edelsteine und ganz viel Gold: Die komplette Restaurierung dauert voraussichtlich bis 2022.

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Schönheitskur für eine Sitzbank: Für die Bayerische Schlösserverwaltung ist es eine der größten und komplexesten Innenrestaurierungen ihrer Geschichte. Die Kosten für den Freistaat Bayern betragen 20 Millionen Euro.

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Eingerüstetes Torhaus: Ganz so fotogen ist Schloss Neuschwanstein derzeit nicht.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/ picture alliance/dpa
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Zeitlich begrenzte Teilschließungen einzelner Räume sind laut der Bayerischen Schlösserverwaltung unumgänglich. Diese werden jedoch, soweit möglich, in besucherärmere Zeiten gelegt. Finanz- und Heimatminister Albert Füracker bittet um Verständnis: "Dafür erstrahlen die kostbar ausgestatteten Prunkräume anschließend wieder in ihrem ursprünglichen Glanz."

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/ dpa
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