Evolution Die Suche nach den Ur-Schmetterlingen
Bohrung bei Schandelah, in der Nähe von Braunschweig: Die Forschergruppe zog Proben aus bis zu 338 Meter Tiefe.
In ein Meter lange Stücke segmentiert zeigt sich das Sediment mit seinen schichtweisen Ablagerungen wie die Jahresringe eines Baumes: Die ältesten Schichten stammen aus der ausgehenden Trias vor circa 201 Millionen Jahren.
Und darin fanden die Forscher Unerwartetes: Schuppen von den Flügeln früher Schmetterlinge oder Motten. Der Befund, sagen sie, sei eindeutig: Viele der gefundenen Schuppen lassen sich noch heute existenten Entwicklungslinien zuordnen.
Vergleich zu heutigen Glossata: Die hier gezeigten Flügelschuppen stammen von einer als primitiv eingestuften Motte. Die Größe der in Niedersachen gefundenen Flügelschuppen liegt zwischen 0,06 und 0,08 Millimetern pro Stück - die Analyse ist Mikroskop-Arbeit.
Heute noch lebende Urmotte: Die Micropterigidae gelten als primitivste noch existente Unterordnung der Schmetterlinge. So oder ähnlich dürften die ersten Arten ausgesehen haben, aus denen sich später die so prächtigen Falter entwickelten.