Schneekatastrophe 2001 - DER SPIEGEL
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Festtagschaos Zu weiße Weihnachten

Weihnachten in der Schneewehe. Schon einmal stürzte ein Tiefdruckgebiet Deutschland kurz vor Heiligabend in ein beispielloses Chaos. 2001 sorgte Tief "Laurin" dafür, dass Zehntausende im Schneetreiben festsaßen. Auf einestages erinnern sich Helfer und Eingeschlossene an die bangen Stunden in der Kälte.
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Fahrer und Mitfahrer eines eingeschneiten Pkw versuchen, in dem kilometerlangen Stau am 22. Dezember 2001 ihr Auto auf der A9 zwischen Nürnberg und Hof zu befreien. Aufgrund der heftigen Schneefälle staute sich der Verkehr über hundert Kilometer. Viele Menschen mussten in ihren Fahrzeugen übernachten.

Foto: dapd
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Stau auf der überfüllten Autobahn 9 am Hienberg, nahe Nürnberg. Zehntausende saßen am 22. Dezember 2001 bis zu einem Tag frierend in endlosen Staus fest oder mussten in Notunterkünfte evakuiert werden. Sogar Bergwacht udn Bundeswehr unterstützten die Helfer von THW und Rotem Kreuz. Einige bayrische Landkreise riefen den Katastrophenfall aus.

Foto: dapd
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Festgefahren an Weihnachten: Ein Pkw am 25. Dezember 2001 in unsichtloser Lage auf einer Straße im Raum Erzgebirge. In weiten Teilen Sachsens und Thüringens führten starke Schneefälle und Verwehungen zu Chaos und Stillstand während der Feiertage.

Foto: dapd
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Land unter: Ein Räumfahrzeug befreit am Heiligen Abend 2001 die Bundesstraße 96 bei Sagard auf Rügen von den Schneemassen. Der Wintereinbruch hatte in Norddeutschland zu chaotischen Verkehrsverhältnissen geführt. Die Insel Rügen versank im Schnee. Stellenweise fielen bis zu 50 Zentimeter Neuschnee und ein Schneesturm sorgte für Verwehungen von bis zu 150 Zentimetern Höhe.

Foto: dapd
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Noteinsatz: Helfer des Technischen Hilfswerks versorgen einen frierenden Autofahrer am 22. Dezember 2001 auf der A9 mit Tee. Viele Autofahrer, die auf dem Weg in den Weihnachsturlaub oder zu ihren Familien waren, mussten sogar in ihren Fahrzeugen übernachten. Bayerns Innenminister Günther Beckstein sprach von "der schlimmsten Schneekatastrophe, die wir je hatten".

Foto: dapd
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Weiße Weihnachten: Autos fahren am 25. Dezember 2001 auf einer Straße bei Scheibenberg (Erzgebirge) durch den Schneesturm.

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Böse Weihnachtsüberraschung: Rund 40 Autos waren am Heiligen Abend 2001 auf der Autobahn 7 Kassel-Hannover am Kreuz Salzgitter wegen Schneeverwehungen und Eisglätte ineinander gerutscht. Bei der Massenkarambolage erlitten rund 20 Menschen leichte Verletzungen; die A7 musste für mehrere Stunden voll gesperrt werden.

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Vermiestes Fest: Autofahrer stecken ausgerechnet am ersten Weihnachtsfeiertag 2001 stundenlang auf der Autobahn 4 fest.

Foto: dapd
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Bergleute aus dem Erzgebirge marschieren am 22. Dezember 2001 in traditioneller Tracht durch Leipzig. An dem Umzug nahmen mehr als 500 Kumpel teil.

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Warten auf besseres Wetter: Insgesamt 1800 Menschen mussten wegen der Schneekatastrophe 2001 in Notunterkünften am Rande der A9, wie hier in Bad Berneck im Fichtelgebirge, versorgt werden - und das unmittelbar vor Weihnachten.

Foto: Bayerisches Rotes Kreuz
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Nicht nur die Autos standen überall in Deutschland still, sondern auch auf den Gleisen ging in der Weihnachtszeit 2001 nichts mehr. Züge fielen aus, mussten umgeleitet werden oder hatten, wie hier ein Regionalexpress von Nürnberg nach Hof, deutliche Verspätungen.

Foto: dapd
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Räumfahrzeuge befreien am ersten Weihnachtstag 2001 die Autobahn 4 von den Schneemassen. Orkanartige Böen hatten seit Heiligabend den Schnee bis zu zwei Meter hoch aufgetürmt. Die A4 war in diesem Bereich insgesamt 20 Stunden gesperrt oder nur einseitig befahrbar.

Foto: dapd
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Autosuche: Mit bloßen Händen befreit ein Mann im Dezember 2001 in Beerfelden ein Auto vom Schnee. Über Nacht hatten starke Schneefälle den Ort im Odenwald mit einer meterhohen Schneedecke überzogen.

Foto: Boris_Roessler/ dpa
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Im dichten Schneetreiben fährt am 21. Dezember 2001 ein Schneepflug über die verschneite Landebahn am Berliner Flughafen Tegel. Hunderte Flüge wurden in der Zeit vor Weihnachten in Deutschland gestrichen.

Foto: dapd
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Zwei Autofahrer begutachten am 22. Dezember 2001 auf der A9 den Motorraum ihres liegengebliebenen Fahrzeugs: Fast 24 Studen ging auf der A9 nichts mehr. Viele Menschen versuchten sich aufzuwärmen, indem sie über die Autobahn spazierten.

Foto: dapd
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Nach dem Schneechaos: Auf der A9 wurden entlang der Autobahn in Turnhallen Notunterkünfte und Verpflegungsstellen eingerichtet. Insgesamt waren in der Region Bayreuth, die zum Katastrophengebiet ausgerufen wurde, mehr als 600 Helfer von THW, Rotem Kreuz, Feuerwehr und Bundeswehr im Dauereinsatz.

Foto: Bayerisches Rotes Kreuz
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Schuld am Schneechaos 2001 war das Tiefdruckgebiet "Laurin": Vom Baltikum kommend erreichte es kurz vor Weihnachten Deutschland - und brachte besonders in den Mittelgebirgen und Bayern massig Schnee und klirrende Kälte mit. Im Berchtesgadener Land wurden mit minus 45,9 Grad Temperaturen wie am Nordpol gemessen.

Foto: dapd
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Rutschpartie: Nebeneinander versuchen Autos am 22. Dezember 2001 am Lauschaer Berg (Thüringen) mit dem Gefälle fertigzuwerden.

Foto: dpa
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Vorweihnachtliches Chaos: In zwei Spuren stehen die Lkw am 22. Dezember 2001 auf der A45 bei Haiger in Fahrichtung Dortmund. Nach starken Schneefällen war die Autobahn seit dem Vorabend auf über 50 Kilometer durch querstehende Lkw blockiert. Tausende Autofahrer mussten speziell auf dem 20 Kilometer langen Abschnitt zwischen Siegen und Haiger-Burbach in ihren Fahrzeugen der Kälte trotzen. Helfer vom Roten Kreuz und Technischen Hilfswerk waren mit rund hundert Fahrzeugen im Einsatz.

Foto: dpa
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