Schönheitschirurgie in Südkorea: - DER SPIEGEL
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Selbstoptimierung in der Mittagspause Schönheit, made in Seoul

Lippen aufspritzen in der Mittagspause oder Implantate für einen runderen Kopf: Eingriffe und Schönheitsoperationen sind in Südkorea weitverbreitet, zunehmend auch bei Männern. Sie erhoffen sich mehr Erfolg im Job - und bei Frauen.
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Das Viertel Gangnam gilt als Zentrum der Schönheitsindustrie in Südkorea. Dort befinden sich viele Kliniken - in manchen Hochhäusern gibt es gleich mehrere. Oft haben sie sich auf einen bestimmten Eingriff spezialisiert.

Foto: Suhwa Lee/ SPIEGEL ONLINE
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Die Eingänge vieler Kliniken sind sorgfältig gestaltet, einige wirken wie Hotellobbys. Doch überall sind Aufsteller, die für weitere Eingriffe werben.

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Der Druck, gut auszusehen, ist riesig in Südkorea. Weltweit werden hier pro Kopf die meisten Schönheitseingriffe vorgenommen. Park Jae Hun, 29 Jahre, hat sich bereits die Augenlider und die Nase operieren lassen, nun wird er noch die Konturen an seinem Kinn herausarbeiten und die Mundwinkel korrigieren lassen.

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Park Jae Hun möchte gern eine schöne Freundin haben, sagt er. Deshalb lässt auch er sich verschönern. "Vielleicht habe ich so mehr Chancen." Zunehmend geraten auch Männer in den Sog der Schönheitsindustrie. "Die K-Pop-Ästhetik begünstigt das - junge Männer dürfen sich um ihr Aussehen kümmern", sagt Joanna Elfving-Hwang, die zu dem Thema forscht.

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Die wohl bekannteste koreanische Band ist BTS. Wie viele Popstars werben die jungen Männer für koreanische Beauty-Produkte.

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Park Tae Ha ist Videoblogger. Der 33-Jährige findet, dass seine Haut zunehmend älter aussieht. Um das zu verhindern, geht er in die Beauty-Klinik. Bereits 20 Mal hat er mit Laser sein Gesicht behandeln lassen. Vier Mal hat er Injektionen in die Kieferpartie bekommen.

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Park Tae Ha lässt seine Haut auch mit Ultraschall behandeln. Der Arzt zeichnet ein Raster auf sein Gesicht. Bei der Behandlung fährt er die Linien ab.

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2330 plastische Chirurgen praktizieren in Südkorea, in keinem anderen Land kommen mehr Schönheitschirurgen auf jeden Einwohner des Landes.

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Die U-Bahnhöfe von Gangnam sind voll von Werbung für die Kliniken. Der neueste Trend ist, sich den Kopf mit Implantaten rund formen zu lassen, um im Profil gut auszusehen.

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"Manche Zwanzigjährige geben mir das Bild eines Popstars und sagen, dass sie so aussehen möchten", erzählt Rhee Byung Jun, der als Schönheitschirurg bei BK Plastic Surgery arbeitet. Einige Operationen habe er allerdings bereits abgelehnt. "Als ich meinen Job anfing, habe ich mich gefragt, warum die Menschen das brauchen", sagt er. "Sie sind doch natürlich schön. Eigentlich verändere ich sie nicht gern."

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Akupunkturnadeln sollen helfen, die Gesichtshaut zu verjüngen. Das "Needle Shaping" ist der zweite Eingriff an diesem Tag für Kim Myeong Hye.

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Kim Myeong Hye betrachtet sich nach ihrer Behandlung im Spiegel. Schönheit ist ihr sehr wichtig. "Frauen sollten sich immer Mühe mit ihrem Äußeren geben", sagt die 59-Jährige.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?