"Rosnes Benches" in Schottland Die etwas andere Parkbank
Wer im Urlaub im Südwesten Schottlands auf Dösende stößt, die auf Surfbrettern im Wald liegen, sollte sich nicht wundern: Der Galloway Forst befindet sich nicht im Dornröschenschlaf, sondern experimentiert mit neuen Wegen, dem Menschen die Natur näherzubringen.
"Rosnes Benches" heißt das Projekt, hinter dem das Team von Louise Scullion und Matthew Dalziel steckt. Das Künstlerduo hat 30 Bänke an zwölf besonderen Orten in der Region Dumfries and Galloway aufstellen lassen. Im Mai war die offizielle Einweihung.
Wer hier rastet, soll abschalten und zurück zur Natur finden.
Teils sind die Bänke in Gruppen angeordnet, ähnlich wie die besonders in Schottland verbreiteten Steinkreise. Je nachdem, wo sie stehen, bietet sich eine besondere Perspektive auf die Umgebung.
Manche bieten eine Aussicht auf bestimmte Bäume.
Andere stehen so, dass man besondere Geräusche hört - das Rauschen von Blättern oder plätscherndes Wasser etwa.
Wieder andere bieten Aussichten auf Tiere, die man sonst leicht übersehen könnte. Hier ziehen Gänse über den Himmel.
Ein bisschen verloren und fremd wirken die Bänke schon, ein bisschen wie Grüße aus einer fernen Zivilisation.
Sie sind aus einem besonderen Gips-Harz-Gemisch gefertigt.
Neue Perspektiven bieten sie allemal.
Man kann auf den Bänken aber nicht nur zurück zur Natur finden...
...oder dösen,...
...sondern durch die Löcher in den Flächen in die Erde greifen - oder Fotos von den Betrachtern machen.
Kinder (und Erwachsene) können auf ihnen herumtoben.
Und wer sich der Natur schon genug verbunden fühlt, freut sich über neue, schöne Möglichkeiten zur Rast.