Schräges Verkehrsmittel - DER SPIEGEL
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Schräges Verkehrsmittel Zug ahoi!

Es war die einzige Eisenbahn mit Rettungsboot. Um 1900 baute ein britischer Tüftler eine weltweit einmalige Konstruktion: einen Zug, der durchs Meer fuhr. Erst hielten die Anwohner den Erfinder für irre, dann wurde das Gefährt zu einem riesigen Erfolg - jedenfalls für ein paar Tage.
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Stelzenzug: Der elektrische Triebwagen auf Stelzen, genannt "Daddy Long Legs", fuhr von 1896 bis 1901 auf Schienen entlang der Küste Großbritanniens und verband die Seebäder Brighton und Rottingdean.

Foto: The Royal Pavilion and Museums, Brighton & Hove
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Schiff auf Schienen: Bei Ebbe wurden die Schienen, auf denen der schiffsähnliche Zug entlang der Küste Brightons fuhr, sichtbar. Sein offizieller Name war Pioneer.

Foto: The Royal Pavilion and Museums, Brighton & Hove
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Verwandlung: Bei Flut verschwanden die etwa sieben Meter hohen Stelzen des Zugs im Meer. Durch den Wasserwiderstand konnte sich das Fahrzeug so allerdings nur noch mit Schrittgeschwindigkeit fortbewegen.

Foto: The Royal Pavilion and Museums, Brighton & Hove
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"Daddy Long Legs": Das kuriose Schienenfahrzeug vor der Küste Englands, aufgenommen zwischen Banjo Groyne und Rottingdean. Die Schienentrasse für das einmalige Gefährt verlief in bis zu 80 Metern Entfernung parallel zum Strand durch das Meer.

Foto: Getty Images
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Bahnsteig für den Wasserzug: Der Anleger für das Schienenfahrzeug "Daddy Long Legs" an der Spitze des Piers am Strand von Rottingdean, abgebildet auf einer Postkarte.

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Eisenspinne: Der Bau der Strecke für das ungewöhnliche Schienengfährt begann 1894. Am 28. November 1896 wurde die Bahn eingeweiht - und nur wenige Tage später durch einen Sturm fast vollständig zerstört. Erst zur Badesaison 1897 fand die Wiedereröffnung statt.

Foto: The Royal Pavilion and Museums, Brighton & Hove
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Modell der Moderne: Zwischen dem Strand und der kleinen vorgelagerten Insel Burgh Island können sich Passagiere vom "Sea Tractor" durch die Wellen transportieren lassen. Das Gefährt sieht ähnlich aus wie die "Daddy Long Legs" von damals - doch statt auf Schienen fährt der Meerestraktor mit Rädern.

Foto: Stephan Gokeler
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