Schüler im Libyen-Krieg: Verkehrspolizist, Straßenkehrer, Kantinenhelfer - DER SPIEGEL
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Schüler im Libyen-Krieg Verkehrspolizist, Straßenkehrer, Kantinenhelfer

Tausende Einwohner der Rebellenhochburg Bengasi kämpfen an der Front gegen den libyschen Machthaber Gaddafi. Nun übernehmen die Kinder der Stadt deren Jobs - als Straßenkehrer, Verkehrspolizist oder Kantinenhelfer. Die Schulen bleiben geschlossen, bis der verhasste Despot gestürzt ist.
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Der zehnjährige Abu Selim (l.) mit Freund: Weil zahlreiche Verkehrspolizisten in den Kampf gegen Machthaber Muammar al-Gaddafi gezogen sind, unterstützen Schüler die Beamten. Alle Schulen der Stadt sind seit Beginn des Aufstands Mitte Februar geschlossen, viele Kinder helfen nun in Erwachsenenjobs aus. Mehr...

Foto: SAEED KHAN/ AFP
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Abu Selim im Einsatz: Mit seiner Trillerpfeife regelt er täglich von 17.00 bis 21.00 Uhr den Verkehr auf einer der betriebsamsten Kreuzungen von Bengasi. "Das macht mehr Spaß als Schule", sagt der Zehnjährige.

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Jugendlicher Putztrupp in Bengasi: Sie werden nicht an die Front geschickt, doch tragen sie zu Hause ihren Teil bei, hier als Straßenkehrer.

Foto: SAEED KHAN/ AFP
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Kriegsspiel als Unterrichtsersatz: Jugendliche Freiwillige stellen eine Art Ferienprogramm für die jüngeren Kinder zusammen - so können sie täglich in den Schulen betreut werden, auch wenn der Unterricht bis auf weiteres ausfällt.

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Tanzgruppe mit revolutionären Slogans: "Freiheit für Libyen - Gaddafi verschwinde!", singen diese Mädchen.

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Spaß in Zeiten des Kriegs: Mehr als 500 Kinder kommen täglich in die El-Maid-Schule in einem Vorort von Bengasi. "Ich komme sehr gern hierher, weil wir alles an einem Tag machen können: singen, tanzen, malen, spielen", sagt eines der Kinder. Ffür viele sind die zunächst reizvollen langen Ferien inzwischen langweilig geworden.

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Mädchen in einer Tanzgruppe: Dass ihre Kinder durch den Krieg gegen Gaddafi ein halbes Schuljahr verlieren, stört viele Eltern nicht - sie hätten unter dem Despoten 41 Jahre verloren.

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