Schülerstreik Protest und Krawall
Zerstörungswut: Beim Sturm des Hauptgebäudes der Humboldt-Universität hinterließen Krawallmacher eine Spur der Verwüstung. Eine Ausstellung zu jüdischen Unternehmen in der NS-Zeit wurde stark beschädigt.
Uni-Leitung und Polizei wurden vom Sturm völlig überrascht, später sicherten Beamte das Gebäude.
Protest vor der Uni: Ein Demonstrant hat die Helmholtz-Statue erklommen.
Kapuzen auf, Transparente hoch: Die Demo in Berlin war Teil bundesweiter Schulstreiks, zu denen Schülervertretungen aufgerufen hatten.
Schülerin Amra auf dem Römerberg in Frankfurt am Main: In Hessen nahmen rund 6000 Schüler am Schülerstreik teil.
Martialischer Ton: Die Veranstalter wollen "Bildungsblockaden einreißen". Dazu soll einiges abgeschafft werden - die Noten, das dreigliedrige Schulsystem, das Abitur nach zwölf Jahren.
Kosten soll es nichts: Die Schüler protestieren auch gegen Büchergeld, Studien- und Kitagebühren. Studenten und Lehrer unterstützen sie. Die Gewerkschaft GEW hat dazu aufgerufen, streikende Schüler nicht zu hart zu bestrafen.
Unentschuldigt und ungeduldig: In Stuttgart gingen rund 4000 Schüler auf die Straße. Mehrere Rektoren drohten mit Zusatzaufgaben.