Schülerstreik: Protest und Krawall - DER SPIEGEL
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Schülerstreik Protest und Krawall

Zehntausende Schüler in rund 40 Städten sind am Mittwoch auf die Straße gegangen statt in die Schule. Sie demonstrieren gegen "Superstress", "Elitebildung" und "Notendruck" - in Berlin sorgten Krawallmacher für Ärger in der Humboldt-Uni.
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Tausende von Schülern demonstrierten am Mittwoch friedlich für bessere Bildung. Teilnehmer der Proteste haben ein Schild an der Statue des ehemaligen Rektors der Humboldt-Universität, Hermann von Helmholtz, befestigt.

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In Berlin stürmten etwa tausend Demonstranten in die Humboldt-Universität. Dabei wurde auch die Ausstellung "Verraten und verkauft" über jüdische Unternehmen in der NS-Zeit schwer beschädigt.

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Die Randalierer hinterließen eine Spur der Verwüstung. Von den 16 Schautafeln der Ausstellung wurden fast alle aufgerissen.

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Bei den Krawallen wurden Toilettenpapierrollen im und vor dem Uni-Hauptgebäude verteilt. In den Fluren rissen die Schüler Feuerlöscher von den Wänden und brachen Schaukästen auf.

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Uni-Leitung und Polizei wurden vom von den heftigen Protesten völlig überrascht, später sicherten Beamte das Gebäude.

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Protest vor der Uni: Ein Demonstrant hat die Helmholtz-Statue erklommen.

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Kapuzen auf, Transparente hoch: Die Demo in Berlin war Teil bundesweiter Schulstreiks, zu denen Schülervertretungen aufgerufen hatten.

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Schülerin Amra auf dem Römerberg in Frankfurt am Main: In Hessen nahmen rund 6000 Schüler am Schülerstreik teil.

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Martialischer Ton: Die Veranstalter wollen "Bildungsblockaden einreißen". Dazu soll einiges abgeschafft werden - die Noten, das dreigliedrige Schulsystem, das Abitur nach zwölf Jahren.

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Kosten soll es nichts: Die Schüler protestieren auch gegen Büchergeld, Studien- und Kitagebühren. Studenten und Lehrer unterstützen sie. Die Gewerkschaft GEW hat dazu aufgerufen, streikende Schüler nicht zu hart zu bestrafen.

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Unentschuldigt und ungeduldig: In Stuttgart gingen rund 4000 Schüler auf die Straße. Mehrere Rektoren drohten mit Zusatzaufgaben.

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