Schule in der DDR Verhör vor laufender Kamera
DDR-Unterrichtsstunde: Zur Aufzeichnung von Unterrichtsstunden war im Aufnahmeraum der Humboldt-Universität Berlin in der sogenannten "Kommode", Unter den Linden 9, ein komplettes Klassenzimmer eingerichtet worden. Das Foto entstand um 1978. Rund 30 Jahre später wurden Filmaufnahmen aus dieser Zeit wiederentdeckt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Aufnahmestudio: Die Berliner Humboldt-Universität hatte an der Straße Unter den Linden 9, in der sogenannten "Kommode" ein Aufnahmestudio eingerichtet, um Lehrer und Schüler beim Unterricht zu filmen. Das Material sollte ursprünglich zu Lehrerausbildungs- und Forschungszwecken verwendet werden.
Schulunterricht vor der Kamera: Die Berliner Humboldt-Universität hatte eigens für Aufzeichnungen von Schulklassen ein Aufnahmestudio samt Klassenzimmer eingerichtet. In den siebziger und achtziger Jahren wurden Schüler und Lehrer während ihrer an die Straße Unter den Linden 9 in die sogenannte "Kommode" verlegten Unterrichtsstunde gefilmt.
Im Aufnahmestudio: Das Bild zeigt Technikern im Aufnahmestudio der Berliner Humboldt-Universität. Ihre Aufgabe war es, Schüler und Lehrer während einer ins Studio verlegten Unterrichtsstunde zu filmen. Das Material sollte anschließend zur Lehrerausbildung und zu Forschungszwecken verwendet werden.
Besuch von der SED-Parteisekretärin: Die politische Indoktrination von Schülern in der DDR war vielfältig. In die 4. Klasse der 12. Oberschule Berlin Wartenberg kam am 13. April 1976 die SED-Parteisekretär Elsa Mainz zu Besuch. Als Delegierte des IX. Parteitags der SED kündigte sie den Pionieren und Schülern an, ihnen nach dem Parteitag Bericht zu erstatten.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-R0413-025
Junger Pionier: Seit den siebziger Jahren gehörten fast alle Schulkinder in der DDR zwischen dem ersten und siebten Schuljahr als Jung- oder Thälmannpioniere der Pionierorganisation "Ernst Thälmann" an.
Schule in der SBZ: Schule im Osten Deutschlands war immer eine hochpolitische Angelegenheit - und das bereits kurz nach dem Ende des Nationalsozialismus. In der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands sollten nur noch "antifaschistisch-demokratische Menschen" im Schuldienst arbeiten dürfen. Das Bild von 1947 zeigt eine Neulehrerin, 29 Jahre alt, beim Unterricht in einer Mädchenklasse einer Volksschule.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-S75969
Neue Schule - Neues Leben: Das Wahlplakat der SED von 1946 wirbt für einen Neubeginn im Bildungswesen. Schule blieb für die Partei auch in der DDR eine wichtige politische Angelegenheit.
Signatur im Bundesarchiv: 103-002-018
DDR-Lehrbuch für die Grundschule: Einige Seiten aus einem alten DDR-Lehrbuch für Grundschüler, auf denen die militärische Indoktrination der minderjährigen Kinder anschaulich dargestellt wird. Das Exponat steht in der Forschungs- und Gedenkstätte in der Normannenstraße, dem ehemaligen Sitz Erich Mielkes.