Schwebebahn "Supratrans" mit Startproblemen
Schwebebahn auf Testfahrt: In einer kalten, hellen Halle am Stadtrand von Dresden haben sich die Forscher des Leibnitz-Instituts für Festkörper- und Werkstoffforschung eingerichtet. Auf einem 80 Meter Oval aus Schienen wollen sie in den kommenden Jahren das Konzept einer supraleitenden Schwebebahn ausprobieren.
Leitstand von "Supratrans II": Das Fahrzeug lässt sich von hier aus auch fernsteuern. In Zukunft sollen sogar mehrere Gefährte auf dem Rundkurs unterwegs sein.
Supraleitende Schwebebahn (Konzeptstudie): Bisher wurde die Technik der Supraleitung vor allem in den großen Spulen von Kernspintomographen eingesetzt. Nun wollen Wissenschaftler die Supraleitung auch für den Personen- und Gütertransport testen.
Institutschef Schultz: "Unser System schwebt ohne Stromzufuhr", erklärt der Forscher. "Wir können also auch extrem sparsam fahren."
Schweben dank Supraleiter: Das Material namens Yttrium-Barium-Kupferoxid, kurz YBCO, muss mit Hilfe von flüssigem Stickstoff auf minus 196 Grad gekühlt werden. Der Supraleiter kann dann eine bestimmte magnetische Feldkonfiguration einfrieren. So ist er selbst bei hohen Belastungen extrem spursicher über der Schiene.
Schwebefahrzeug: Wenn es funktioniert, schwebt das Gefährt lautlos durch die Halle. Hier ist es wegen eines Technikdefekts aber gerade aufgebockt.
Tüfteln am "Supratrans II": Vor mehr als 100 Jahren wurde in der Halle Industriegeschichte geschrieben. Im einstigen Sachsenwerk entstanden die ersten Elektromotoren Europas in Serie. Nun haben Techniker eine Art überdimensionierter Modelleisenbahn installiert - auf der Suche nach der Transporttechnologie der Zukunft.
Schwebefahrzeug: Nur einmal am Tag muss flüssiger Stickstoff aus einem grauen Tank am Rand der Halle in die Kryostaten gefüllt werden. Das war's. Jedenfalls wenn die Technik mitmacht.