Schweiz / Gerechte Löhne / 1:12 - DER SPIEGEL
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Schweiz "Abzocker" vs. "Kommunisten"

In der Schweiz tobt ein erbitterter Streit über die Höhe von Managergehältern. Am Sonntag stimmen die Bürger darüber ab, ob Löhne künftig gedeckelt werden sollen. Die Unternehmerlobby sieht das Schweizer Erfolgsmodell in Gefahr.
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1:12-Aktivist mit einer Daniel-Vasella-Maske: Die Jusos wollen Managergehälter auf das zwölffache eines normalen Arbeiterlohns begrenzen.

Foto: © Arnd Wiegmann / Reuters/ REUTERS
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Im Zentrum der Kampagne stehen Manager wie der Ex-Novartis-Chef Daniel Vasella. Er sollte eine Abfindung von 72 Millionen Franken erhalten, verzichtete aber wegen des massiven öffentlichen Drucks.

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Zeitung des Schweizer Gewerbeverbands (SGV): Die Idee der Jusos sei ein "sozialistisches Experiment", kritisiert der Unternehmerverband.

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Berner 1:12-Aktivisten um Marco Kistler (knieend): Sie treiben an diesem Tag die Schlussmobilisierung über soziale Medien voran - Facebook, Twitter, WhatsApp.

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Juso Kistler: "Natürlich finde ich es nicht lustig, als Sowjetkommunist bezeichnet zu werden", sagt er. "Aber es zeigt mir, dass unsere Idee für Unruhe sorgt."

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Unternehmerin Pia Tschanner: "Immer höhere Millionengehälter für Manager suggerieren, dass der Erfolg eines Unternehmens von einer einzigen Person abhängt. Und das glaube ich eben nicht."

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Brady Dougan: Top-Banker wie der Credit-Suisse-Chef stehen im Fokus der Initiative. Dougan kassierte zuletzt 7,8 Millionen Franken - das 191fache eines einfachen Angestellten.

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UBS-Chef Sergio Ermotti: Auch der Vorstandschef der größten Schweizer Bank steht in der Kritik. Er bekam 2012 8,9 Millionen Franken an Lohn und Boni.

Foto: Michael Buholzer / REUTERS
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?