Schweiz: Sturm in der Steueroase - DER SPIEGEL
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Schweiz Sturm in der Steueroase

Verteilungskampf in der Schweiz: Die Kantone der Alpenrepublik überbieten sich derzeit im Wettbewerb um die niedrigsten Steuern für Reiche. Selbst "Sonderwohnzonen" für Millionäre werden diskutiert - was zu einer erbitterten Debatte um Apartheid, Moral und Steueroasen geführt hat.
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Moritz Leuenberger:
Der Schweizer Minister für Umwelt und Verkehr ist begeisterter Blogger - und hat dem Kanton Obwalden vor kurzem Apartheid vorgeworfen. "Ist denn ein Autorennfahrer so viel nützlicher als eine Krankenschwester?", fragt er.

Foto: REUTERS
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Obwalden:
Der Grund für die harsche Schelte des Ministers: der Plan des Kantons, Sonderzonen für Reiche mit hoher Wohnqualität zu schaffen. Die sollen ihre Villen künftig da bauen dürfen, wo Normalmenschen nie eine Genehmigung bekämen.

Foto: swiss-image.ch
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Wertvolle Ruhe:
Für immer mehr Top-Manager, Firmeneigentümer und andere Großverdiener gehört es zum guten Ton, in den steuergünstigen Nachbarkantonen zu wohnen, wie hier rund um den Sarnensee.

Foto: Michael Soukup
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Privilegierte Lage:
Mit Blick auf die grandiose See- und Berglandschaft will man Grundstücke für Personen reservieren, die entweder hohe Steuererträge einbringen oder Arbeitsplätze schaffen.

Foto: Michael Soukup
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Die Verlierer:
Vom Steuerwettbewerb profitieren die Reichen - während Städte wie Zürich (im Bild) oder Luzern ausbluten: In ihnen bleiben die Gutmenschen, Studenten, Ausländer, Schlechtverdienenden und Beamten zurück, die mit ihren vergleichsweise hohen Steuern die allgemeine Infrastruktur bezahlen dürfen.

Foto: swiss-image.ch
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?