Grönland-Durchquerung Pioniertat einer Schweizer Expedition
Die Teilnehmer der Schweizer Grönland-Expedition: Hans Hössli, 29, Roderich Fick, 26, Karl Gaule, 24, und Alfred de Quervain, 33, gelang von Juni bis August 1912 die zweite Durchquerung des Inlandeises überhaupt.
Arktis-Abenteurer Fick (l.) und Hössli mit Schlittenhunden: 29 der Tiere hatten sie für ihre drei Holzschlitten dabei.
Gefährliche Spaltenzone: Es ist ziemlich gefährlich, die Region in Westgrönland, wo die Expedition begann, zu begehen.
Karte des Depots an der grönländischen Ostküste: Mit dieser Skizze mussten die Schweizer damals das Vorratslager finden, um eine Überlebenschance zu haben - die Suche dauerte mehrere Tage.
Kajak von Roderich Fick im grönländischen Baustil: Mit solchen Booten konnten die Teilnehmer im August 1912 nach Tasiilaq gelangen, den größten Ort der grönländischen Ostküste.
Alte Kondensmilchdosen in einer Ausstellung zur Expedition in Zürich: Solche Konserven hatte die Forschergruppe dabei - 125 Gramm Milch pro Tag und Person standen auf dem Speiseplan des Expeditionsarztes Hans Hössli.
Original-Theodolit der Expedition von 1912 in einer Ausstellung des Zürcher FocusTerra-Instituts: Erstmals konnte ein präzises Höhenprofil des Inlandeises erstellt werden.
Die damals verwendete Ausrüstung war erheblich sperriger als das, was man heute für eine solche Tour braucht.
Expeditionstagebuch von Roderich Fick: Erstmals zitiert SPIEGEL ONLINE aus dem Dokument, das jahrzehntelang ungelesen in einem alten Holzschrank lag.
Testsitzen im selbstgebauten Kajak: Zur Vorbereitung auf die Tour gehörte auch Paddeltraining.
Mit Segelschlitten in Westgrönland: Auf einigen der insgesamt 700 Kilometer wurde Windkraft zur Fortbewegung genutzt.
Der Expeditionsleiter bei der Arbeit mit einem Windmesser: Der Schweizer Geophysiker Alfred de Quervain ist in seinem Heimatland bis heute ein gefeierter Forscher.
Fast in Sicherheit: Am 1. August 1912 gelangte Alfred de Quervain (M.) mit dem Kajak nach Tasiilaq - mit der Hilfe von Inuit, die die erschöpften Expeditionsteilnehmer auf ihren letzten Kilometern begleiteten.
Ostgrönland: In den vergangenen 100 Jahren hat sich hier landschaftlich wenig verändert - das Eis allerdings ist zurückgegangen.
Abstieg zum Hundefjord: Hier kamen vor genau 100 Jahren die vier Expeditionsteilnehmer herunter.