Fotograf Götzfried Zum Glück gerade geschlossen
Sieht wie Bauhaus aus: das Münchner Südbad. Um die Bäder außerhalb der Öffnungszeiten fotografieren zu dürfen, musste Robert Götzfried viele Telefonate mit den Stadtwerken führen.
Punkt um Punkt: Das Schwimmbad in Forstenried. Manchmal hatte Götzfried auch Lust, Menschen in den Hallenbädern zu fotografieren - Bademeister vielleicht. Hat er aber gelassen.
Klare Formen, klare Oberflächen: das Hallenbad in München Giesing. Fotograf Robert Götzfried freut sich darauf, morgens früh aufzustehen, um die Bäder ganz für sich zu haben.
Schwimmen unterm Jugendstil-Himmel: Das berühmte Müller'sche Volksbad in München. "Wer an ein Schwimmbad denkt, hat sofort ein Bild im Kopf - kreischende Kinder, verschlucktes Chlorwasser. Meine Fotos sind dagegen still", sagt Götzfried.
Farbig, ruhig: das Münchner Südbad. Robert Götzfried findet, seine Fotos hätten etwas Meditatives mit der Wasserspiegelung.
Blick von der Leinwand. Robert Götzfried fotografierte auch zahlreiche Kinosäle.
Kinosaal ohne Besucher: Götzfried beweist einen besonderen Blick.
Kunst in der Filmkunst: "Man muss über einen langen Zeitraum hinweg ein Thema oder eine Linie verfolgen. Und immer wieder beweisen, dass man die Aufmerksamkeit wert ist", sagt Götzfried.
Wie eine Legolandschaft: Kegelbahn in Neuaubing. Mag sein, dass man wissen möchte, wer da kegelt. "Ich möchte diese Orte aber so darstellen, wie man sie sonst nicht wahrnimmt", sagt Götzfried.
Wenn die Kugeln Pause haben: Kegelbahn in München. "Es ist ein erhabenes Gefühl, diese Orte für sich zu haben: Man kommt sich klein und unbedeutend vor", sagt Götzfried.
Lange Fluchten: Kegelbahn im Münchner Restaurant Zunfthaus.
Sieht aus wie in einer Schule - diese Tafel hängt aber in einer Kegelbahn.
Ab geht's: In Münchens Untergrund auf dem Weg ins Lehel. Götzfried geht unvoreingenommen an Themen heran, damit sich seine eigene Handschrift entwickeln kann.
Mal rund, mal eckig sind Münchens U-Bahn-Tunnel. Hier unter dem Stadtteil Laim.
Götzfried sagt, er ordne gerne, er denke und arbeite in Serien. Was er auch selbst fast ein bisschen zwanghaft findet.
"Die unsterblichen Götter Griechenlands" - eine Ahnung, was der Titel dieser Ausstellung in den Münchner Antikensammlungen wirklich bedeuten könnte, gibt diese Aufnahme Götzfrieds, die ja schon etwas Erhabenes, über dem Irdischen stehendes hat.
Eine eher ungewöhnliche Motivwahl für Götzfried: Hier ist das Museum Brandhorst zu sehen, allerdings asymmetrisch abgebildet - und inklusive Lebewesen (Bäume...)!
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