Schwimmunterricht Im Namen des Anstands
Städtische Bade- und Dampfwaschanstalt Eschweiler: Der Aufgang zur Badeanstalt, wie er den Eschweiler Bürgern bekannt ist. Im selben Haus war auf der ersten Etage auch das Bauamt der Stadt untergebracht.
Städtische Bade- und Dampfwaschanstalt Eschweiler: Für einige Kinder der Stadt war die Einrichtung unerreichbar. Ihre Eltern duldeten nicht, dass sie die Badeanstalt besuchten. Es galt als unmoralisch, mit dem anderen Geschlecht in einem Raum zu sein und das "fast nackt".
Franz Hündgen auf einem Opel 1909: Dieses Auto wurde zwischen 1909 und 1912 dazu benutzt, Waschmittel für die Waschanstalt von Eschweiler heranzuschaffen. Über den Opel 1909 ist laut Archiv bekannt: Preis - 3950 Mark, Hoch-Reifen, 4 Zylinder, Motor 1029 ccm, Geschwindigkeit 55 Kilometer pro Stunde.
Bademeister Jakob Lynen: Jakob Lynen aus Stolberg arbeitete als Bademeister in der Schwimmhalle an der Kaiserstraße in Eschweiler. An der Sporthochschule Köln hatte er 1952 die Schwimm-Meister-Prüfung abgelegt. Als Pensionär lebte er bis 1986 in Stolberg. Die Aufnahme zeigt ihn mit Putz-Utensilien auf dem Wasser speienden Löwen an der Galerie-Seite der Halle.
Viel Betrieb im Wasserbecken: Deutlich zu erkennen die Aufteilung der Badeanstalt mit den Umkleideräumen oben und den Duschräumen darunter - links für Herren, rechts für Damen. Am Backenrand steht der Wasser speiende Löwenkopf, hier war der niedrigste Wasserpegel für die Nichtschwimmer. Ein Stahlseil trennt den Badebereich für Nichtschwimmer von dem der Profis.
Badeanstalt Eschweiler: Körperliche Ertüchtigung ist angesagt, wie die Aufnahme von 1910 zeigt. Wenn man die glatte Oberfläche des Wassers sieht, war aber heute noch niemand im Wasser. Aber das kann ja noch kommen. Für das Foto zu posieren war ja auch schon viel Arbeit.
Kopfhocksprung: Nach dem Kriege lag vieles im Argen, so auch die Badeanstalt. Unansehnliche Wände hielten die Sportler jedoch nicht davon ab, fast täglich im Wasser zu sein. Das Foto von 1956 zeigt Jakob Roth bei einem "Kopfhocksprung".
Ende einer Badeepoche in Eschweiler : Das Gebäude der alten Badeanstalt von Eschweiler war nicht mehr zu sanieren, zu groß waren die Schäden. Ein neues Bad sollte an der Jahnstraße entstehen.
Die Karlschule, Volksschule vom Ortsteil Eschweiler/Röthgen: In diese Schule ging der Autor bis zum Jahr 1953. Auf der ersten Etage, rechts, hatte der Rektor Heinrich Schopp das Sagen. Er duldete keine Widerworte, die "Denkrichtung" wurde vorgegeben. Alles hatte seine Ordnung und seinen Sinn, selbst der Unsinn. Wer aber Fußball spielen konnte, war meist auch in anderen Fächern gut. Schüler ohne Veranlagung für diesen Sport, mussten schon "Sehr gut" sein, um "Gut" zu sein. Für den Autor galt eher das Letztere.
Lehrer-Kollegium der Karlschule: Die Lehrer Schopp und Steinbach auf einem Foto der Jubiläumsschrift zum 100-jährigen Bestehen der Schule in Eschweiler (1902-2002).
Geschmückte Badeanstalt: Der genaue Grund der Beflaggung ist heute nicht mehr zu nennen. Da der Termin aber auf einen Sonntag im Dezember fällt, wird wahrscheinlich ein vorweihnachtliches Sportfest begangen.
Jakob Roth in Aktion: Ein Sportfest des Schwimmvereins ist ohne Jakob Roth nicht vorstellbar. Er kommt aus einer "Schwimmer-Familie, in der alle Kinder im Wasser geboren wurden".
"Wehe, wenn die loslegen ...": Mit der fröhlichen Mannschaft hatte Bademeister Lynen beide Hände voll zu tun. Wenn die Trillerpfeife nicht genügte, musste sich sein Blick verfinstern, das reichte schon oft. Sportliches Können gepaart mit jugendlicher Unbeschwertheit zeichnete diese Jungen aus (Foto von 1960).
Babyschwimmen: Im Jahre 1978 war das Babyschwimmen noch kein Programm der jungen Mütter. Hier sind Mutter und Kind in Aktion. Das Bad war zwar alt, tat aber den Badefreuden keinen Abruch. Der Fotograf wurde des Bades verwiesen, nachdem er dieses Foto gemacht hatte. Das empfand die Bademeisterin als unsschicklich.