"Science Ink" Tätowierte Nerds
Darwinfinken: Sie sind das Paradebeispiel für die Anpassung von Tieren an eine ökologische Nische. Die Vögel entwickelten verschiedene Schnabelformen, um sich an unterschiedliche Ernährungsformen anzupassen. Zwei Frauen zeigen im Bildband "Science Ink" ihre Hommage an Darwin und die Evolutionstheorie: Tattoos der Vögel.
Sonnensystem: Eine frühe Begeisterung für Astronomie brachte Ira Klotzko zu seiner Tätowierung. Auf seinem Oberkörper ist das Sonnensystem inklusive des Asteroidengürtels zwischen Mars und Jupiter zu sehen.
Labormethode: Mit der Gelelektrophorese lässt sich DNA untersuchen. Die Tätowierung eines Studenten in Harvard zeigt die typischen DNA-Banden, die bei der Technik entstehen. Das Tattoo leuchtet sogar - wie die Originale - unter Schwarzlicht.
Schrödingers Katze: Das Gedankenexperiment mit dem Tier, das gleichzeitig tot und lebendig ist, sollte ursprünglich die Absurdität von Quantenphänomenen verdeutlichen.
Chemische Formel von Koffein: Sie habe die Wirkung diverser pharmakologischer Substanzen und Neurotransmitter untersucht - und werde noch weitere studieren, erklärt die Neuroforscherin, die dieses Tattoo trägt. Aber Koffein werde sie dabei immer begleiten.
Ausgestorbene Giganten: An seiner Tätowierung lässt sich nicht erkennen, welches Fach dieser Student gewählt hat - er widmet sich Milben. Über Schulter und Oberarm ziehen sich dagegen der Riesenhai Megalodon und ein ähnlich großer Tylosaurus.
Physikalische Formeln: Eine Lehrerin, die an einer US-Highschool Naturwissenschaft unterrichtet, trägt dieses Tattoo. Die obere Gleichung zeigt die Mandelbrot-Menge. Die unten links beschreibt das hydrostatische Gleichgewicht im inneren eines Sterns, unten rechts geht es um Entropie.
Massenaussterben: Über den gesamten Rücken erstreckt sich diese Szenerie, die das Aussterben der Dinosaurier verdeutlichen soll. Ganz offensichtlich ist der Träger ein Anhänger der verbreiteten Theorie, dass ein Asteroideneinschlag den Riesenechsen zum Verhängnis wurde.
Blutige Angelegenheit: Beim Stechen eines Tattoos fließt Blut. In diesem Fall ist das besonders angemessen, da das Motiv Hämoglobin ist - das Protein, das den Sauerstoff im Blut transportiert.
Lebensbaum: Eine DNA-Doppelhelix bildet in diesem Tattoo den Stamm eines Baums.
Vertikalschnitt: Struktur und Gesteinsschichten einer Bergkette zeigt dieses farbenfrohe Tattoo einer Geologiestudentin.
Mathematische Formeln: Was auf den ersten Blick wie ein zu großer Spickzettel für die nächste Matheklausur wirken mag, ist die Tätowierung eines Software-Spezialisten aus Colorado. Es handelt sich um Axiome der Zermelo-Fraenkel-Mengenlehre. Aus diesen könne man alles in der Mathematik ableiten, schwärmt Turing Eret über sein Tattoo.
"Science Ink": Der Bildband ist bisher nur auf Englisch erschienen.