"Science Ink": Tätowierte Nerds - DER SPIEGEL
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"Science Ink" Tätowierte Nerds

Was passiert, wenn sich Physiker, Biologen und andere Wissenschaftler für ein Tattoo entscheiden? Dann lassen sie sich bisweilen DNA-Stränge, mathematische Formeln oder das Evolutionsbeispiel der Darwinfinken in die Haut stechen. Ein Bildband zeigt die tiefgehende Begeisterung für Forschung.
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Darwinfinken: Sie sind das Paradebeispiel für die Anpassung von Tieren an eine ökologische Nische. Die Vögel entwickelten verschiedene Schnabelformen, um sich an unterschiedliche Ernährungsformen anzupassen. Zwei Frauen zeigen im Bildband "Science Ink" ihre Hommage an Darwin und die Evolutionstheorie: Tattoos der Vögel.

Foto: Sterling Publishing/ Carl Zimmer/ Scott & Nix
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Sonnensystem: Eine frühe Begeisterung für Astronomie brachte Ira Klotzko zu seiner Tätowierung. Auf seinem Oberkörper ist das Sonnensystem inklusive des Asteroidengürtels zwischen Mars und Jupiter zu sehen.

Foto: Sterling Publishing/ Carl Zimmer/ Scott & Nix
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Labormethode: Mit der Gelelektrophorese lässt sich DNA untersuchen. Die Tätowierung eines Studenten in Harvard zeigt die typischen DNA-Banden, die bei der Technik entstehen. Das Tattoo leuchtet sogar - wie die Originale - unter Schwarzlicht.

Foto: Sterling Publishing/ Carl Zimmer/ Scott & Nix
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Schrödingers Katze: Das Gedankenexperiment mit dem Tier, das gleichzeitig tot und lebendig ist, sollte ursprünglich die Absurdität von Quantenphänomenen verdeutlichen.

Foto: Sterling Publishing/ Carl Zimmer/ Scott & Nix
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Chemische Formel von Koffein: Sie habe die Wirkung diverser pharmakologischer Substanzen und Neurotransmitter untersucht - und werde noch weitere studieren, erklärt die Neuroforscherin, die dieses Tattoo trägt. Aber Koffein werde sie dabei immer begleiten.

Foto: Sterling Publishing/ Carl Zimmer/ Scott & Nix
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Ausgestorbene Giganten: An seiner Tätowierung lässt sich nicht erkennen, welches Fach dieser Student gewählt hat - er widmet sich Milben. Über Schulter und Oberarm ziehen sich dagegen der Riesenhai Megalodon und ein ähnlich großer Tylosaurus.

Foto: Sterling Publishing/ Carl Zimmer/ Scott & Nix
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Physikalische Formeln: Eine Lehrerin, die an einer US-Highschool Naturwissenschaft unterrichtet, trägt dieses Tattoo. Die obere Gleichung zeigt die Mandelbrot-Menge. Die unten links beschreibt das hydrostatische Gleichgewicht im inneren eines Sterns, unten rechts geht es um Entropie.

Foto: Sterling Publishing/ Carl Zimmer/ Scott & Nix
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Massenaussterben: Über den gesamten Rücken erstreckt sich diese Szenerie, die das Aussterben der Dinosaurier verdeutlichen soll. Ganz offensichtlich ist der Träger ein Anhänger der verbreiteten Theorie, dass ein Asteroideneinschlag den Riesenechsen zum Verhängnis wurde.

Foto: Sterling Publishing/ Carl Zimmer/ Scott & Nix
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Blutige Angelegenheit: Beim Stechen eines Tattoos fließt Blut. In diesem Fall ist das besonders angemessen, da das Motiv Hämoglobin ist - das Protein, das den Sauerstoff im Blut transportiert.

Foto: Sterling Publishing/ Carl Zimmer/ Scott & Nix
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Lebensbaum: Eine DNA-Doppelhelix bildet in diesem Tattoo den Stamm eines Baums.

Foto: Sterling Publishing/ Carl Zimmer/ Scott & Nix
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Vertikalschnitt: Struktur und Gesteinsschichten einer Bergkette zeigt dieses farbenfrohe Tattoo einer Geologiestudentin.

Foto: Sterling Publishing/ Carl Zimmer/ Scott & Nix
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Mathematische Formeln: Was auf den ersten Blick wie ein zu großer Spickzettel für die nächste Matheklausur wirken mag, ist die Tätowierung eines Software-Spezialisten aus Colorado. Es handelt sich um Axiome der Zermelo-Fraenkel-Mengenlehre. Aus diesen könne man alles in der Mathematik ableiten, schwärmt Turing Eret über sein Tattoo.

Foto: Sterling Publishing/ Carl Zimmer/ Scott & Nix
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"Science Ink": Der Bildband ist bisher nur auf Englisch erschienen.

Foto: Sterling Publishing/ Carl Zimmer/ Scott & Nix
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?