Sebastián Piñera: Chiles Krisenmanager - DER SPIEGEL
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Sebastián Piñera Chiles Krisenmanager

Das Schicksal der verschütteten Minenarbeiter rührt Chile - und fordert den neuen Präsidenten Piñera. Der frühere Manager begreift diese Krise auch als Chance. Er handelt schnell, entschieden, und weiß sich vor den Kameras zu präsentieren. Seine Beliebtheit ist rasant gestiegen.
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Präsident Sebastián Piñera schwenkt die chilenische Flagge vor dem Präsidentenpalast La Moneda: Er will sich als Krisenmanager profilieren.

Foto: ? Victor Ruiz Caballero / Reuters/ REUTERS
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Die Chance dazu hat er in der Krise nach dem Grubenunglück in Copiapó in der Atacama-Wüste. Aus 700 Metern Tiefe kam am 22. August eine Nachricht der 33 verschütteten Arbeiter: "Uns geht es gut in dem Schutzraum. Die 33", steht auf dem Zettel, den Piñera in die Kameras hält.

Foto: Hector Retamal/ AP
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Nach dem Lebenszeichen fielen sich Menschen in ganz Chile in die Arme. Angehörige der eingeschlossenen Bergleute schwenkten die chilenische Flagge und sangen die Nationalhymne. "Das Land teilt ihren Schmerz und ihre Hoffnung", sagte Piñera den Angehörigen.

Foto: IVAN ALVARADO/ REUTERS
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Die chilenischen Bergleute harren seit 5. August unter Tage aus. Die Kumpel erhielten nun ein besonders Geschenk: Zu ihnen wurden von Papst Benedikt XVI. gesegnete Rosenkränze heruntergelassen.

Foto: REUTERS / Chilean Government
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Der Präsident reiste mehrmals zu der Gold- und Kupfermine San José. Die Helfer bohren einen Tunnel, um die eingeschlossenen Bergleute zurück ans Tageslicht zu holen. Doch diese müssen wohl noch Monate dort unten bleiben.

Foto: HO/ AP
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Präsident Piñera entließ nach dem Unglück Beamte der Minenaufsichtsbehörde und kündigte umfassende Reformen des Apparats an. Er will die Krise wohl besser managen als sein US-Kollege Barack Obama (Hier bei dem Nuclear Security Summit im April in Washington). Obamas Krisenmanagement hatte bei der Ölpest im Golf von Mexiko nicht immer einwandfrei funktioniert.

Foto: Chip Somodevilla/ Getty Images
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Als Inbegriff des schlechten Krisenmanagements galt jedoch der Umgang von Obamas Vorgänger George W. Bush mit den Folgen des verheerenden Hurrikans Katrina 2005. Der Sturm verwüstete auch Teile von New Orleans - Piñera besuchte die Stadt im April 2010.

Foto: Gerald Herbert/ AP
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Bei den Chilenen ist Piñera beliebt - 56 Prozent der Bürger sind einer aktuellen Umfrage zufolge mit seiner Amtsführung zufrieden, die Zustimmung ist in einem Monat um zehn Prozent gestiegen. Auch Ecuadors Präsident Rafael Correa (r.) scheint nicht unerfreut über den Besuch des chilenischen Präsidenten am 6. August.

Foto: ? Guillermo Granja / Reuters/ REUTERS
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Piñera ist erst seit sechs Monaten im Amt, er wurde am 11. März 2010 vereidigt. Schon bei seiner Amtseinführung wackelte die Erde, ein Nachbeben nach den verheerenden Erdstößen, welche das Land im Februar erschüttert hatten.

Foto: EDGARD GARRIDO/ REUTERS
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Bei der Zeremonie zur Vereidigung sprangen die geladenen Staatsgäste erschrocken auf, die argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner gestikulierte wild nach einem Telefon, neben ihr erhob sich der damalige kolumbianische Präsident Álvaro Uribe.

Foto: MARTIN BERNETTI/ AFP
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