Chile Tote und Verletzte nach Seebeben
Bei dem schweren Seebeben vor der chilenischen Küste sind mindestens fünf Menschen gestorben. Das Zentrum des Bebens der Stärke 8,2 lag etwa 90 Kilometer von der Hafenstadt Iquique entfernt im Pazifik (hier der Hafen der Stadt).
Zehntausende Menschen wurden in der Nacht in Sicherheit gebracht. Präsidentin Bachelet erklärte weite Teile Chiles zum Katastrophengebiet und kündigte an, eine Eliteeinheit der Streitkräfte von Santiago aus in den Norden zu fliegen, um die "öffentliche Ordnung" aufrechtzuerhalten.
Schon wenige Minuten nach den Erdstößen von 20.46 Uhr bevölkerten in Städten wie Iquique, Arica und Dutzenden kleineren Orten die Menschen Straßen und Plätze - die Evakuierungsmaßnahmen verliefen den Behörden zufolge routiniert und ruhig.
In Iquique kam es nach dem Beben zu Bränden. Hier brennt ein Restaurant in Küstennähe. Straßen wurden durch Erdrutsche blockiert, die Stromversorgung fiel teilweise aus, Flüge wurden gestrichen.
Vizeinnenminister Mahmud Aleuy betonte in Santiago, ein großes Problem sei im Moment das Verkehrschaos, zu dem es in den größeren Städten Chiles gekommen war, als die Menschen in Notunterkünfte fuhren.