Seelsorge in der DDR - DER SPIEGEL
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Seelsorge in der DDR Sozialismus mit hässlichem Antlitz

Provokation oder Falle? Seelsorger in der DDR hatten oft mit Menschen zu tun, denen der totalitäre Staat Probleme bereitete. Pfarrer Heinz Eggert erhielt eines Tages eine Einladung von zwei Genossen. Die Eheleute baten ihn in ihre Wohnung - und verbrannten vor seinen Augen ihre Parteidokumente. Für Eggert war der Fall klar.
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Gedenken an Pfarrer Brüsewitz: 30 Jahre nach seiner Selbstverbrennung ehrte das Schlossmuseum Zeitz Pfarrer Oskar Brüsewitz mit einer Ausstellung. Er hatte sich am 18. August 1976 vor seiner Kirche verbrannt - aus Protest gegen das DDR-Regime. Vier Tage später, am 22. August 1976, starb der 47-jährige Gemeindepfarrer in einem Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen. Er wurde anschließend von offizieller Seite als geistesgestört dargestellt, hatte aber mit seiner Tat für weltweites Entsetzen gesorgt.

Foto: Z1005 Waltraud Grubitzsch/ dpa
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St. Jacobi in Greifswald: Vor dem Pfarrer von St. Jacobi in Greifswald sitzen Besucher der Kirche und hören sich die Rede an. Da die Kirche im Sozialismus nicht erwünscht, aber geduldet war, gab es oft Probleme mit den Gläubigen. Mir wurde z.B. erzählt, dass ein gläubiger Angestellter nicht an die Universität durfte und seine Frau, eine Goldschmiedemeisterin, im Monat ein Gramm Gold zum Arbeiten erhielt.

Foto: Karl Schillinger
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