Seelsorge in der DDR Sozialismus mit hässlichem Antlitz
Gedenken an Pfarrer Brüsewitz: 30 Jahre nach seiner Selbstverbrennung ehrte das Schlossmuseum Zeitz Pfarrer Oskar Brüsewitz mit einer Ausstellung. Er hatte sich am 18. August 1976 vor seiner Kirche verbrannt - aus Protest gegen das DDR-Regime. Vier Tage später, am 22. August 1976, starb der 47-jährige Gemeindepfarrer in einem Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen. Er wurde anschließend von offizieller Seite als geistesgestört dargestellt, hatte aber mit seiner Tat für weltweites Entsetzen gesorgt.
St. Jacobi in Greifswald: Vor dem Pfarrer von St. Jacobi in Greifswald sitzen Besucher der Kirche und hören sich die Rede an. Da die Kirche im Sozialismus nicht erwünscht, aber geduldet war, gab es oft Probleme mit den Gläubigen. Mir wurde z.B. erzählt, dass ein gläubiger Angestellter nicht an die Universität durfte und seine Frau, eine Goldschmiedemeisterin, im Monat ein Gramm Gold zum Arbeiten erhielt.