Segelschulschiff "Gorch Fock": Ein Kapitän und viele Fragen - DER SPIEGEL
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Segelschulschiff "Gorch Fock" Ein Kapitän und viele Fragen

Das Schiff war sein Leben, plötzlich musste er gehen: Handstreichartig setzte Karl-Theodor zu Guttenberg "Gorch Fock"-Kapitän Norbert Schatz ab. Die Umstände sind nebulös. Der Offizier selbst schweigt, doch er dürfte schwer enttäuscht sein - und könnte deshalb für den Minister noch gefährlich werden.
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Abgetauchter Ex-Kommandant: Nach seiner handstreichartigen Suspendierung schweigt Kapitän zur See Norbert Schatz. Vier Jahre stand das Schiff unter seiner Führung, der Dreimaster war sein Leben. Wie enttäuscht ist er?

Foto: Carsten Rehder/ dpa
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Risiko für den Minister: Schatz könnte für Karl-Theodor zu Guttenberg noch unangenehm werden. Die Absetzung ist der wundeste Punkt im Krisenmanagement des Ministers. Sein Verhältnis zur Truppe droht zu leiden - und es ist nicht ganz klar, ob Guttenberg den richtigen Mann zur richtigen Zeit getroffen hat.

Foto: Maurizio Gambarini/ dpa
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Abenteuerlicher Arbeitsplatz: Nach dem tödlichen Sturz einer Kadettin und der Beinahe-Meuterei ist eine heftige Debatte über die Ausbildung auf dem Schulschiff "Gorch Fock" ausgebrochen. Ehemalige Offiziersanwärter berichten von Schikanen und einer "Subkultur der Angst und Unterdrückung".

Foto: Carsten Rehder/ dpa
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Freiwillig, weil nicht ganz ungefährlich: Beim Aufentern in die Takelage sind die Kadetten der "Gorch Fock" nicht gesichert. Im November 2010 kam eine Soldatin bei einem Sturz aus 27 Metern ums Leben.

Foto: Carsten Rehder/ dpa
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Von außen betrachtet ist das Image der "Gorch Fock" tadellos: Die weiße Dreimastbark gilt als Flaggschiff der deutschen Diplomatie, sie ist wichtigster Werbeträger der deutschen Marine, Schule fürs Seemannsleben.

Foto: Ingo Wagner/ dpa
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Die Innenansicht wird von manchen als düster beschrieben: Nach Recherchen des Wehrbeauftragten Hellmut Königshaus herrschen an Bord schier inakzeptable Zustände. Von Meuterei der Besatzung ist da die Rede, vom Aufhetzen der Kadetten gegen die Schiffsführung, von ekelerregenden Alkoholexzessen, von massiver Nötigung der Soldaten.

Foto: Carsten Rehder/ dpa
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Soldaten treten an Deck zur Musterung an: Für viele gilt der Dienstposten auf der "Gorch Fock" als Traumverwendung in ihrer militärischen Karriere.

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Am 23. August 1958 war die "Gorch Fock" in der Werft von Blohm & Voss in Hamburg vom Stapel gelaufen. Seitdem wurden etwa 14.000 Offiziere und Unteroffiziere auf ihr ausgebildet.

Foto: Bodo Marks/ dpa
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Bei ihren Fahrten hat die "Gorch Fock" bisher knapp 700.000 Seemeilen zurückgelegt. Hier segelt das Schiff 2007 zwischen Eisbergen im Golf von Sankt-Lorenz vor Neufundland.

Foto: A9999 Marine/ dpa
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Seemänner steigen in die Rahen auf der "Gorch Fock": Hat das Schiff nach den Vorfällen noch eine Zukunft?

Foto: Carsten Rehder/ dpa
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