Selfmade-Abi Wir sind unsere eigene Schule
Sie wollen ein anderes, ein besseres Abitur: Zehn Jugendliche haben die Schule verlassen, selbst Lehrer angeheuert, in Eigenregie für die Prüfungen gelernt. Jetzt stecken sie mittendrin. Im Abi-Tagebuch erzählt Lenya Bock, 19 (vierte von links), wie es für die Freigeister aus Freiburg läuft. Mehr...
Vor einem Jahr waren sie noch Teil einer normalen zwölften Klasse. Jetzt sehen sie die anderen Schüler nur noch in der Freizeit.
Die zehn haben einen Verein gegründet, Räume angemietet, Lehrer eingestellt und Sponsoren gesucht - jetzt sind sie nicht nur angehende Selfmade-Abiturienten, sondern ein richtiges kleines Schulunternehmen.
Anfang April wurde es ernst: Die Schüler mussten zu ihren schriftlichen Prüfungen in der Schule antreten. Eigentlich fühlten sich Lenya und die anderen gut im Stoff, aber bei Mathe kam trotzdem das Nervenflattern. Mehr...
Als im Mai viele andere Abiturienten schon durch die Partyzone fliegen, muss die Gruppe richtig ranklotzen. Nach den Klausuren warten auf sie acht mündliche Prüfungen. Mehr...
Nach dem schriftlichen Abitur: Gemeinsam essen, gemeinsam lernen - sie haben erst das erste Drittel geschafft. Als "externe Abiturienten" müssen die Freiburger Selbstlerner in den nächsten Wochen noch einen echten Marathon aus acht mündlichen Prüfungen überstehen.
Das muss auch mal drin sein: entspannen, ein wenig feiern. Die letzten Monate waren richtig anstrengend. Der Sinn dafür, einfach mal "Fünfe gerade sein zu lassen", ist ihnen ein wenig abhanden gekommen.
In Biologie muss die Gruppe kräftig Stoff nachholen - die Selbstlerner pauken fast wie eine normale Klasse, der Frontalunterricht kehrt zurück - jeder Tag zählt. Mehr...